Übergabe des Förderbescheids: (Foto oben, v. l.) Hans Hamel, Niels Hartmann, Michael Kasche, Günter Heidemann, Bernd Rührup, Elmar Vielstich, Frank Picker und Joachim Struckmeyer vor dem Rathaus. Hüllhorst verfügt über eine Vielzahl von Wirtschaftswegen (Foto unten). Ein Wirtschaftswegekonzept würde als Datengrundlage für die nächsten 25 Jahre gelten. FotoS: Sandra Spieker, Ingrun Waschneck - © Sandra Spieker
Übergabe des Förderbescheids: (Foto oben, v. l.) Hans Hamel, Niels Hartmann, Michael Kasche, Günter Heidemann, Bernd Rührup, Elmar Vielstich, Frank Picker und Joachim Struckmeyer vor dem Rathaus. Hüllhorst verfügt über eine Vielzahl von Wirtschaftswegen (Foto unten). Ein Wirtschaftswegekonzept würde als Datengrundlage für die nächsten 25 Jahre gelten. FotoS: Sandra Spieker, Ingrun Waschneck | © Sandra Spieker

Hüllhorst Finanzspritze für Hüllhorster Wegekonzept

Strategischer Handlungsleitfaden: Der Förderbescheid wurde jetzt im Rathaus übergeben. Lob für die Gemeinde hatten die Vertreter der Bezirksregierung auch im Gepäck

Sandra Spieker

Hüllhorst. Sie sind Verbindung von Gemeinden, Ortsteilen und kleineren Siedlungseinheiten oder erschließen landwirtschaftlich genutzte Flächen: Ländliche Wege haben viele Funktionen. Doch die Anforderungen ändern sich stetig. Daher werden sie auch in der Gemeinde Hüllhorst unter die Lupe genommen: Ziel und Zweck eines sogenannten Wirtschaftswegekonzeptes ist, alle Wege von ihrem Zustand, den Standards und der Notwendigkeit her auf den Prüfstand zu stellen und dabei alle Beteiligten mit ins Boot zu nehmen. Im Rathaus gab es jetzt Grund zur Freude: Das Wirtschaftswegekonzept der Gemeinde wird mit öffentlichen Geldern gefördert. Im Gepäck hatten Günter Heidemann und Niels Hartmann von der Bezirksregierung Detmold einen Förderbescheid, der die Übernahme von 75 Prozent der Nettokosten (maximal 50.000 Euro) zusagt. Und das Geld kann die Gemeinde natürlich gut gebrachen. "Die heutigen Wegenetze wurden im Wesentlichen in den 1950er- und 70er-Jahren für die damaligen Besitz- und Bewirtschaftungsverhältnisse geplant und gebaut", erklärte Joachim Struckmeyer von der Gemeindeverwaltung. Inzwischen hätten sich aber die Betriebsgrößen, Besitz und Produktionsweisen gravierend verändert. Zerfahrene Seitenstreifen, bröckelnde Asphaltränder und eine generell wellige Form - auch bei ordnungsgemäßer Unterhaltung sehen die Wege dann so aus. "Sie sind für die heutige Belastung nicht mehr ausgelegt", so Struckmeyer. Dazu komme oft noch ein mangelnder Unterbau. Kurz: Bei den Wirtschaftswegen muss ganzheitlich angesetzt werden, um sie fit für die Zukunft zu machen. Das Wirtschaftswegekonzept soll sich - entsprechend des Leitfadens der Förderbehörde - an der verkehrlichen Bedeutung ausrichten und auch Natur- und Landschaftselemente berücksichtigen. Auf die Tube drücken muss die Gemeinde nun aber. Bis Ende November soll das Konzept fertig sein, denn die Fördermittel stehen nur 2017 zur Verfügung. "Ein strammes Programm. Da muss der Sitzungsplan wohl noch etwas erweitert werden", sagte Struckmeyer. In einem ersten Schritt war das Ingenieurbüro Ge-Komm aus Melle beauftragt worden, die Grundlagen zu ermitteln. So wurde das Wegenetz der Gemeinde ermittelt: 246 Kilometer Wege, die teilweise parallel und teils sehr dicht zueinander verlaufen. Klassifiziert wurden sie auch nach ihrem Zustand und ihrer Nutzung. Auch der Dialog mit den Bürgern gehört bei der Erstellung des Konzeptes dazu. Dialog mit den Bürgern Dank gab es von den anwesenden Ratsmitgliedern für die Gemeindeverwaltung, insbesondere den Fachbereich Technik, der den Förderantrag vorbereitet hatte. Die Gemeinde Hüllhorst sei mit ihrer Konzeption eine der ersten, andere seien noch nicht so weit, sagte Heidemann - und mit einem Schmunzeln: "Auch mir ist es lieb, wenn das Geld in Ostwestfalen bliebt und nicht nach Düsseldorf geht." Sein Kollege und er stünden den Hüllhorstern weiterhin beratend zur Seite, versprach er.

realisiert durch evolver group