Hüllhorst Internet-Petition gegen Erhöhung der Hundesteuer

Hüllhorster diskutieren auf Facebook die Mehrheitsentscheidung im Hauptausschuss, die eine Anhebung von rund 80 Prozent vorsieht

Kirsten Tirre

Rund 1.350 Hunde waren zum Stichtag 1. Januar in Hüllhorst gemeldet. Für sie sollen Herrchen und Frauchen jetzt mehr Steuern zahlen. Der Mehrheitsbeschluss des Hauptausschusses sieht eine Steuererhöhung um rund 80 Prozent vor. Gegen den Beschluss, für den es fünf Nein-Stimmen und eine Enthaltung aus den Reihen von CDU und Fraktion UHU gab, regt sich Protest. Auf der Facebook-Seite "Du kommst aus Hüllhorst, wenn ...", läuft seit Tagen eine Diskussion um die Steuererhöhung, teils in sehr drastischen Worten. Auch FDP-Ratsherr Andreas Sand hat sich im Netz bereits zu Wort gemeldet und führt die schwierige Haushaltslage der Gemeinde ins Feld. Die Diskussion auf Facebook ist auch an Bürgermeister Bernd Rührup nicht vorbeigegangen. Er stimmte ebenfalls für die Anhebung. "Steuererhöhungen sind nie schön und gerade die Hundesteuer ist ein emotionales Thema", so Rührup. Jetzt gehe es aber darum, die Finanzsituation Hüllhorsts in den Griff zu bekommen, da müsse die Erhöhung im Gesamtzusammenhang gesehen werden. Gäbe es nicht den defizitären Haushalt, hätte die Steuer gerne so bleiben können, wie sie war, sagt Rührup. Hatte Hüllhorst bislang doch neben Lübbecke einen der niedrigsten Sätze im Kreisgebiet. Und zwar 20 Jahre unverändert. Jetzt sollen pro Jahr 55 Euro statt bisher 30 Euro jährlich gezahlt werden. Rückwirkend ab Januar. Bei zwei Hunden sind es 70 Euro pro Hund. Bürgermeister Bernd Rührup hat auch einige E-Mails von Bürgern zu diesem Thema bekommen. Der Hüllhorster Reinhard Teich hat auf der Seite www.change.org bereits eine Internet-Petition gestartet. Bis gestern Nachmittag hatte die Petition rund 60 Unterstützer. Die endgültige Entscheidung über die Hundesteuer fällt der Rat am 29. März. https://www.change.org/

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