Gesamtschule Hüllhorst. - © Hans-Günther Meyer
Gesamtschule Hüllhorst. | © Hans-Günther Meyer

Hüllhorst Lösung für Parkplatzproblem an der Gesamtschule

Im Bauausschuss wurde darüber diskutiert, welches Verkehrskonzept am besten Busverkehr und Parkflächen für den Kantorweg regelt

Kirsten Tirre

Hüllhorst. Die Gesamtschule mitten im Hüllhorster Zentrum war ursprünglich vierzügig und wurde nach und nach erweitert. Mehr als 1.300 Schüler besuchen aktuell die Schule und werden von 111 Lehrern unterrichtet. Gerade auch bei größeren Veranstaltungen gibt es Parkplatzprobleme. Der Busverkehr könnte ebenfalls besser laufen. Im Zuge des Ausbaus der Gemeindestraße "Kantorweg" hat die Gemeinde daher ein Verkehrskonzept für die Gesamtschule in Auftrag gegeben, das im Bauausschuss vorgestellt wurde. Nach einer Ortsbesichtigung und Vorgesprächen mit der Schulleitung und Busunternehmen, hat das Büro Drees & Huesmann aus Bielefeld mehrere Varianten erarbeitet. Mit den Planungen und Anregungen aus dem Fachausschuss soll Anfang des Jahres 2017 eine Bürgeranhörung durchgeführt werden. Fest steht bereits, dass der geplante Ausbau des "Kantorweges" frühestens 2018 stattfinden wird, wie Joachim Struckmeyer vom Fachbereich Technik in der Verwaltung während der Sitzung sagte. Andreas Hollstein vom Büro Drees & Huesmann stellte vor, dass das Konzept drei Bereiche umfasst: Die Verkehrsführung für die An- und Abfahrt der Busse mit Anordnung der Bussteige, die Verbesserung der Parksituation für Oberstufenschüler und Lehrer und die Neugestaltung des Kantorweges. "Problematisch ist, dass die Schule mitten in einem Neubaugebiet entstanden ist", so Hollstein. Das Konzept sieht vor, dass künftig über den "Kantorweg" überhaupt kein Busverkehr mehr fließt. "Alle Busse würden die gleiche Schleife in einer Richtung über Osterstraße, Drosselweg und Lienenkamp fahren." Alle Busse halten am Drosselweg. Bei Längsaufstellung wäre allerdings nur Platz für sieben Busse. Es bestehe aber Platzbedarf für acht Busse. Hierzu soll in Abstimmung mit Schulleitung und Schulbusbetreibern nach einer organisatorischen Lösung gesucht werden. Platzsparender sei die sogenannte "Sägezahnform", die allerdings auch die teurere Variante sei, da der ganze Seitenstreifen neu ausgebaut werden müsste. Verbessert werden sollen dem Konzept nach zudem die Aufstellflächen für die Schüler an den Haltestellen. Sie würden dann verbreitert und mit einer Beleuchtung versehen. Durch die Knappheit an Parkplätzen seien Einfahrten zugeparkt und Fahrbahnen verengt. Zusätzliche Stellflächen könnten im nördlichen Bereich am Lienenkamp mit Abstand zu den Wohngrundstücken geschaffen werden. Hier sei allerdings Grunderwerb durch die Gemeinde notwendig. Weitere Stellplätze könnten aber auch an der Osterstraße angelegt werden. Bezüglich des Ausbaus des "Kantorweges" schlug der Fachplaner mehrere Lösungen vor. Der "Kantorweg" sei sehr schmal, biete wenig Platz für einen Fußweg und sei für den Begegnungsverkehr nur bedingt geeignet. Durch den Ankauf einer unbebauten Ackerfläche ließe sich der Kantorweg im mittleren Bereich verbreitern. Hier seien dann auch weitere Stellplätze möglich. Der "Kantorweg" könnte verkehrsberuhigt ausgebaut werden und einen barrierefreien 2,40 Meter breiten Gehweg erhalten. Gefahren würde im Einrichtungsverkehr. Beim Zweirichtungsverkehr bliebe nur ein bedingt barrierefreier 1,50 Meter breiter Gehweg. Als "schwierig" bezeichnete Hollstein die Einfahrt von der "Schnathorster Straße" für Rechtsabbieger. Beide Ausbauvarianten wären mit und ohne Parzellenverbreiterung im mittleren Bereich möglich. Gespräche mit Eigentümern bezüglich weiterer Parkplätze auf den landwirtschaftlichen Flächen seien noch nicht geführt worden. Es sei auch nicht bekannt, wie viele Stellplätze letztlich wirklich notwendig seien. Daher schlug der Planer ein Baukastenprinzip vor, das spätere Erweiterungen möglich macht. Falls Stellplätze im südlichen Bereich der Schule angelegt würden, sei hierfür kein Flächenerwerb nötig. Bei der Diskussion um den Grunderwerb schlug Jürgen Friese (Grüne) vor, die Chance zu nutzen. "Wenn wir jetzt zu einem guten Preis kaufen können, sollten wir das tun, falls später einmal noch weiter ausgebaut werden muss." Der Ausschuss befürwortete einstimmig das vorgestellte Verkehrskonzept, auf dessen Grundlage nun eine Bürgeranhörung durchgeführt werden soll.

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