Symbolfoto - © dpa
Symbolfoto | © dpa

Hüllhorst Breitbandausbau: "Hugo" bringt das schnelle Internet nach Hüllhorst

Rund 2.400 Haushalte können ab Anfang 2017 mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde ins weltweite Netz. Informationsveranstaltungen für Bürger ab Ende Mai. Flyer gibt es ab nächster Woche

Ingrun Waschneck

Hüllhorst. Statt mit 2 Megabit mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde auf eine Internetverbindung zugreifen - das ist der Plan der RWE für die Ortsteile Schnathorst, Holsen, Ahlsen-Reineberg, Oberbauerschaft, Büttendorf und Tengern. Rund 2.400 Haushalte können ab 2017 das schnelle Internet bekommen. Von Ende Mai bis Mitte Juni sind mehrere Bürgerversammlungen geplant. Nach Pfingsten soll mit der Verteilung von Informationsflyern begonnen werden. "Wir werden Pläne und Straßenkarten zu den Versammlungen mitbringen, sodass wir jedem interessierten Bürger die ungefähre Geschwindigkeit für seinen Anschluss nennen können", erklärte Johannes Geers, RWE-Kommunalbetreuer für die Gemeinde Hüllhorst, den Ratsmitgliedern am Mittwochabend. 26 Kilometer Glasfaserleitungen sollen verlegt werden Mit dabei sein werden auch Vertreter der Firma Hugo Internet, einem Anbieter von Telefon- und Internetdiensten, mit dem die RWE zusammenarbeitet. Die Partnerschaft zwischen dem Energie- und dem Telekommunikationsanbieter bringe große Synergieeffekte. "Wenn beispielsweise Kabel verlegt werden, werden gleichzeitig Leerrohre für die Glasfaserkabel mitverlegt", erklärt Geers. Das senke auch die Kosten für die Internetanbindung, denn das Verlegen der Glasfaserkabel sei ohne weitere Erdarbeiten möglich. "Beim Breitbandausbau fallen 80 Prozent der Investitionskosten auf den Tiefbau", erklärte Geers. In dem geplanten Gebiet sollen rund 26 Kilometer Glasfaserleitungen verlegt und 22 Kabelverzweiger installiert werden. Ein Teil der vorhandenen Kupferleitungen werde ersetzt. "Kupfer hat physikalische Grenzen", sagte Geers. "Umso weiter weg ein Anschluss liegt, umso weniger kommt an." Deshalb würden die Kupferleitungen aus dem System weitestgehend herausgenommen und durch Glasfaser ersetzt, um die Dämpfung wegzunehmen. "Wir können Haushalte mit einer Geschwindigkeit bis zu 50.000 kbit/s versorgen", erklärt Dennis Kornehl, Geschäftsführer von Hugo Internet. "In Teilbereichen werden wir sogar Geschwindigkeiten bis zu 100.000 kbit/s anbieten können." Kornehl stellte den Ratsmitgliedern drei Produkte vor, unter denen Interessierte wählen können. Es gebe "Hugo junior" mit 25 Megabit pro Sekunde oder "Hugo" mit bis zu 50 Mbit pro Sekunde. Optional könne auch noch "Hugo telefoniert" dazugebucht werden, eine Flatrate ins deutsche Festnetz. Es gebe keine Vertragslaufzeit, lediglich drei Monate Bearbeitungszeit, falls jemand nicht zufrieden sei und kündigen möchte. "Wir halten keinen fest, der gehen will", betont Kornehl.

realisiert durch evolver group