Hüllhorst-Oberbauerschaft Oberbauerschaft möchte weiter punkten

Dorfgemeinschaft bereitet sich auf Teilnahme am Landeswettbewerb vor / Wohnprojekt bleibt Thema

Kirsten Tirre

Hüllhorst-Oberbauerschaft. Wie heißt es so schön: Wenn's läuft, dann läuft's. Das trifft auf die Ortschaft Oberbauerschaft mit ihren rund 3.000 Einwohnern und vor allem die rege Dorfgemeinschaft zu. In der Jahreshauptversammlung gab es durchweg Positives zu vermelden, was die rund 40 anwesenden Mitglieder mit der einstimmigen Wiederwahl des Vorstandes honorierten. Die Kasse weist ein Plus auf und die Mitgliederzahlen sind 2014 um 20 Prozent von 88 auf 105 Mitglieder gestiegen. "Wir haben keinen Aufnahmestopp und freuen uns weiterhin über neue Mitglieder", so der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Günter Obermeier, humorvoll. Seinen Jahresbericht 2014 hatte Obermeier in drei Schwerpunkte unterteilt. Unter dem Thema "allgemeiner Geschäftsbetrieb" resümierte der alte und neue Vorsitzende zahlreiche Vorstandssitzungen, die Neuauflage des Vereins- und Firmenflyers sowie den erstmals durchgeführten interaktiven Dorfspaziergang in Niedringhausen. Der fand große Resonanz. Auch an ein einem Arbeitstreffen "Bündnis ländlicher Raum" nahmen Vereinsvertreter teil. Am 14. September gab es eine Vorstandssitzung bei Dieter Lückemeier, die der Vorbereitung auf die Siegerehrung "Unser Dorf hat Zukunft" diente. "Wir waren zu diesem Zeitpunkt bereits zuversichtlich, dass wir beim Kreiswettbewerb gut abschneiden werden", so Obermeier. Dieses Gefühl trog nicht: Nur sechs Tage später konnten 20 Aktive bei der Siegerehrung in der Stadthalle Lübbecke den ersten Platz in der Kategorie "größere Dörfer" feiern. Vier Arbeitskreise hatten von Januar an die Präsentation der Oberbauerschafter beim Dorfwettbewerb vorbereitet und die Darbietungen am 16. Juni überzeugten die Jury auf ganzer Linie. Besonders mit dem regen Vereinsleben und der engen Verzahnung mit der Schule konnten die Oberbauerschafter bei der Jury punkten. Günter Obermeier dankte während der Versammlung allen, die an dem Erfolg mitgewirkt hätten. An diesen würden die Oberbauerschafter 2015 gerne anknüpfen, vertreten sie doch als einzige den Mühlenkreis beim Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" im Juni. In fünf Kategorien können insgesamt 100 Punkte erworben werden. Für den 24. Februar ist eine erste Arbeitskreissitzung terminiert. Der Zeitplan für die Vorbereitungen auf den Wettbewerb gleiche in etwa dem bewährten Ablauf aus dem Vorjahr, so Obermeier. Dritter Schwerpunkt ist und bleibt das Thema "Oberbauerschaft 2020". Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels verfolgt die Dorfgemeinschaft die Idee einer seniorengerechten Wohnanlage mit 12 bis 14 barrierefreien Wohnungen (die NW berichtete). Etliche Termine entfielen im vergangenen Jahr auf Gespräche mit potenziellen Investoren, einem Träger sowie Vertretern des Kreises als Baugenehmigungsbehörde. Auch eine Bedarfsanalyse wurde in Auftrag gegeben, deren Ergebnis nun vorliegt. Für das Gutachten wurde ein Zirkelschlag um Oberbauerschaft gezogen. Unter Einbeziehung der umliegenden Region wie Stift Quernheim oder auch Obermehnen würden 2020 rund 3.800 über 60-Jährige in Einzugsgebiet einer solchen Wohnanlage leben. Ausgegangen wird von 800 potenziell Interessierten. Das Konzept einer altengerechten Wohnanlage und die Abfrage von Förderprogrammen wird 2015 intensiv weiterverfolgt. Obermeier: "Sobald wir etwas Handfestes haben, wird es dazu eine Bürgerversammlung geben." Die Dorfgemeinschaft hat aber noch viele weitere Projekte auf der Agenda, die Dirk Oermann vorstellte. Der Arbeitskreis Nikolausfeier wird sich mit der Vorbereitung der 30. Veranstaltung befassen, die vereinseigene Homepage wird laufend aktualisiert und die "Chronikgruppe" hat bereits zwei Veranstaltungen geplant. Am 17. März eine Zeitreise durch die "Oberberger Bauerschaft" und am 29. August die Wanderung auf dem alten Kirchweg. Auch ein Firmengespräch soll es wieder geben. Bei den ansonsten einstimmigen Wahlen gab es zwei kleine Änderungen: Für Lina Becker, die nicht mehr kandidierte, wurde Carsten Vogt zum stellvertretenden Kassierer gewählt. Neu im Beirat, über den alle Vereine in der Dorfgemeinschaft vertreten sind, ist Miriam Heckel (vorher Jeanette Krawcyck) vom Förderverein der Grundschule. Über eine Zahl freute sich Vorsitzender Günter Obermeier noch besonders. Während in vielen Dörfern landauf und landab die Einwohnerzahl zurückgeht, gibt es in Oberbauerschaft den gegenläufigen Trend. 151 Personen sind 2014 weggezogen. Dafür konnten 216 Menschen neu in Oberbauerschaft begrüßt werden. www.oberbauerschaft.de

realisiert durch evolver group