Hüllhorst Almabtrieb beendet Spielzeit

5.335 Besucher auf der Kahle Wart-Bühne begrüßt / Ein hochdeutsches Stück auch im nächsten Jahr

VON MARIO HELLWEG

Im Ford T führt Jürgen Hahn, Vorsitzender des Heimatvereins, den Almabtrieb als Beifahrer an. Fahrer Simon Knefel fuhr den im Jahr 1928 gebauten Oldtimer auch im Theaterstück "Gastwirt Göbel". - © FOTOS: MARIO HELLWEG
Im Ford T führt Jürgen Hahn, Vorsitzender des Heimatvereins, den Almabtrieb als Beifahrer an. Fahrer Simon Knefel fuhr den im Jahr 1928 gebauten Oldtimer auch im Theaterstück "Gastwirt Göbel". | © FOTOS: MARIO HELLWEG

Hüllhorst-Oberbauerschaft. Auch in diesem Jahr beendete der Heimatverein Oberbauerschaft die Freilichtsaison auf der Kahle Wart-Bühne mit dem traditionellen Almabtrieb. Dabei wanderten am letzten Spieltag alle Aktiven und interessierte Besucher am Sonntag von der Bühne im Wald hinab zum Vereinslokal "Kahle Wart".

Obwohl das Wetter am letzten Wochenende der Spielzeit nicht mitspielte, wurde die letzte Aufführung des plattdeutschen Lustspiels "Gastwirt Göbel" vor rund 100 Zuschauern gespielt. Insgesamt kamen in diesem Jahr trotz sechs wetterbedingter Spielausfälle 5.335 Besucher auf die idyllisch gelegene Kahle Wart. Darunter auch die 466 Gäste, die das Kinderstück "Aladin und die Wunderlampe" der Freilichtbühne Bellenberg sahen, sowie die 233 Besucher der Komödie "Ladies Night" der Freilichtbühne Greven-Reckenfelde.

Für die Zuschauer und die mehr als 150 Aktiven, die während der gesamten Spielzeit auf der Kahlen Wart im Einsatz waren, gab es in diesem Jahr eine grundlegende Neuerung: Erstmals wurde das erste der beiden Stücke, "Spanien olé", auf Hochdeutsch gespielt. "Eine Veränderung, die vor allem beim jüngeren Publikum gut ankommt", sagt Jürgen Hahn, Vorsitzender des Heimatvereins. So wundert es nicht, dass auch im kommenden Jahr wieder ein hochdeutsches Stück im Programm sein wird. "Trotzdem wird es auch weiterhin immer einen Knüller auf Plattdeutsch geben", versichert Hahn. Plattdeutsche Stücke seien auch ein Markenzeichen der Freilichtbühne Kahle Wart.

Ebenfalls neu in diesem Jahr ist die Theater-Jugendgruppe, die bereits aus 18 Nachwuchsschauspielern zwischen 10 und 16 Jahren besteht. Diese wolle der Heimatverein in Zukunft weiter fördern, kündigte Hahn an. Möglicherweise kann Regisseur Jürgen Wiemer, der in dieser Spielzeit bereits zum 41. Mal Regie auf der Kahle Wart führte, in den nächsten Jahren einige von ihnen im Kreise seiner Akteure begrüßen. Erste Erfahrungen auf der Freilichtbühne konnten die Jungen und Mädchen bereits sammeln, als sie jeweils vor den Aufführungen des ersten Stückes einen kleinen Sketch darboten.

Alle 150 Aktiven der vergangen Spielzeit gemeinsam auf der Bühne.
Alle 150 Aktiven der vergangen Spielzeit gemeinsam auf der Bühne.

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