Schmeckten den Grünen nicht: Die Ostereier, die von der CDU verteilt wurden und auf einen Artikel zum Thema "Gemeindesteuern" lenkten. Dafür brachte die CDU noch QR-Codes auf den Eiern auf. Archiv - © Foto: von Schulz
Schmeckten den Grünen nicht: Die Ostereier, die von der CDU verteilt wurden und auf einen Artikel zum Thema "Gemeindesteuern" lenkten. Dafür brachte die CDU noch QR-Codes auf den Eiern auf. Archiv | © Foto: von Schulz

Hüllhorst Ostereier-Aktion der CDU Hüllhorst wirkt nach

Zum Fest: Christdemokraten verteilten Eier mit politischer Botschaft. Aktion stößt den Grünen sauer auf

Kirsten Tirre

Hüllhorst. Zum Osterfest verteilt die CDU Hüllhorst traditionell an Bäckereien und anderen stark frequentierten Anlaufstellen in den Ortsteilen bunte Eier. In diesem Jahr befand sich aber zusätzlich ein QR-Code auf dem Ei und der lenkte nach dem Motto "Ach Du dickes Ei!" auf einen Artikel auf der Homepage der Hüllhorster CDU unter der Überschrift "Leben in unbezahlbarer Atmosphäre - SPD und Grüne blockieren Steuersenkungen." Konkret geht es in dem Artikel um die Stellungnahme zum CDU-Antrag auf Senkung der Grundsteuer A und B sowie der Gewerbesteuer auf die fiktiven Hebesätze in NRW. Bereits bei den Diskussionen zum Doppel-Haushalt 2017/18 hatte die CDU Hüllhorst ihren Standpunkt gegen die Steuererhöhungen durch die Ratsmehrheit zum Ausdruck gebracht. Bei der Gewerbesteuer liege Hüllhorst mit einem Hebesatz von 434 Prozent kreisweit bereits auf Platz drei der teuersten Kommunen, knapp hinter Porta Westfalica und Minden. Bei der Grundsteuer B sei Hüllhorst mit dem vierten Rang ebenfalls weit vorne platziert. Es sei ja auch viel einfacher, den Bürger mit Steuern und Abgaben zu belasten als Einsparungen im Haushalt zu generieren, wirft die CDU den Grünen und der SPD vor und spricht in dem Zusammenhang von einer "unsäglichen Koalition". »Faule Eier zum Osterfest verteilt« Dem vergangene Woche eingebrachten Nachtragshaushalt verweigerte die CDU-Fraktion daher ebenfalls die Zustimmung. In der Diskussion über Steuern kam Grünen-Fraktionsvorsitzender Jürgen Friese auch auf die Ostereieraktion der CDU zu sprechen. Auf ihrer eigenen Homepage konterten die Grünen und sprechen von "faulen" Ostereiern, welche die CDU zum christlichen Osterfest verteilt habe. Der QR-Code führe auf die Internetseite der CDU Hüllhorst und bringe dort andere Parteien, obwohl durch Experten widerlegt, in Misskredit. "Es ist traurig, zu welchen Mitteln die CDU greift, um sich politisch ins Gespräch zu bringen, da man ansonsten nichts Positives vorzuweisen hat", schreiben die Grünen auf ihrer Homepage. »Wir wollen als CDU Profil zeigen« CDU-Ratsmitglied Andreas Jaeger findet nichts ungewöhnliches daran, dass die frohen Osterwünsche für die Bürger noch mit einer "kleinen Botschaft" versehen wurden. "Das ist doch politisches Alltagsgeschäft", sagt er. Die Verwendung von QR-Codes sei mittlerweile Gang und Gäbe. "Wir wollen als CDU Profil zeigen und stehen zu unserem Antrag in Bezug auf die Steuern, der abgeschmettert wurde." Wie viele Bürger die Aktion erreicht hat, kann Jaeger nicht genau sagen. Die Zahl der verteilten Ostereier bewege sich im vierstelligen Bereich. Und wie kam nun der QR-Code auf die Ostereier? "In Handarbeit", sagt Jaeger. Der Code wurde ausgedruckt und Ei für Ei aufgeklebt. SPD und Grüne könnten sich ja gerne etwas ähnliches einfallen lassen. Die Sache mit dem QR-Code auf den Eiern findet Jaeger nach wie vor eine gute, weil andere Idee.

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