Wohl aus Eifersucht ging ein Mann im Mai dieses Jahrs in einer Asylbewerberunterkunft in Hille mit einem Hammer und einem Ziegelstein auf seinen Cousin los. - © dpa
Wohl aus Eifersucht ging ein Mann im Mai dieses Jahrs in einer Asylbewerberunterkunft in Hille mit einem Hammer und einem Ziegelstein auf seinen Cousin los. | © dpa

Hille Aus Eifersucht mit Hammer auf Cousin eingeschlagen

31-jähriger Mann muss sich vor dem Bielefelder Landgericht verantworten

Nils Middelhauve

Hille/Bielefeld. Wohl aus Eifersucht ging ein Mann im Mai dieses Jahrs in einer Asylbewerberunterkunft in Hille mit einem Hammer und einem Ziegelstein auf seinen Cousin los. Seit Mittwoch muss sich der 31-jährige Ghafar A. wegen des Verdachts des versuchten Mordes vor dem Bielefelder Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft geht von folgendem Geschehen aus: Der Angeklagte lebte gemeinsam mit seiner Ehefrau und den beiden Kindern in einer Asylunterkunft in Hille. Anfang Mai dieses Jahres hielt sich mehrere Tage lang ein Cousin von A. zu Besuch in der Wohnung der Familie auf. Dieses missfiel dem afghanischstämmigen Mann, da er dem Besucher ein Liebesverhältnis mit seiner Ehefrau unterstellte. In der Nacht auf den 6. Mai schlief A.s Ehefrau im Zimmer der beiden Kinder, während sich die Männer das Schlafzimmer teilten. Als A. annahm, dass sein Cousin eingeschlafen sei, nahm er einen Ziegelstein in die Hand und schlug damit in Richtung des Kopfs seines Verwandten. Dieser sprang jedoch rechtzeitig auf, so dass A. ihn nicht voll traf. Dann ergriff der Angeklagte, der an einer Intelligenzminderung leidet, einen Hammer, mit dem er mehrfach auf seinen Cousin einschlug. Die durch die Schreie aufgeweckte Ehefrau des Angeklagten rief einen Nachbarn herbei, dem es schließlich gelang, A. den Hammer zu entwenden. Der Prozess wird am 11. November fortgesetzt.

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