An der Straße Eicksen sind in der Nacht zu Freitag tausende Liter Gülle ausgelaufen und haben für einen Großeinsatz gesorgt. - © Feuerwehr Hille/André Bultemeyer
An der Straße Eicksen sind in der Nacht zu Freitag tausende Liter Gülle ausgelaufen und haben für einen Großeinsatz gesorgt. | © Feuerwehr Hille/André Bultemeyer

Hille 300.000 Liter Gülle ausgelaufen / Umweltalarm aufgehoben

Masse floss eineinhalb Kilometer weit

Hille (mt). Der Kreis Minden-Lübbecke hat den Gülleunfall in Hille nach eigenen Angaben unter Kontrolle bringen können. Am frühen Nachmittag konnte der Kreis den zuvor ausgelösten Umweltalarm wieder aufheben. Nachdem in der Nacht zu Freitag auf einem Bauernhof in Rothenuffeln rund 300.000 Liter Gülle ausgelaufen waren, hatte der Kreis Minden-Lübbecke am Mittag Umweltalarm ausgelöst. Dr. Beatrix Wallberg, Leiterin des Umweltamtes, berichtet in einer Mitteilung, dass die in der Nacht ausgelaufene Gülle abgepumpt werden konnte. Der Landwirt habe kurz nach dem Bemerken des Schadens zwei Erdwälle aufgeschüttet und so versucht, den Schaden einzudämmen. Einer dieser Wälle war kurzzeitig gebrochen und wurde erneuert. Die zwischen den Wällen gestaute Gülle ist bereits abgepumpt worden. Der Graben werde gespült. Mehrere Mitarbeiter des Umweltamtes begleiteten die Arbeiten der Feuerwehr vor Ort. Die Bastau sei von der Mündung in die Weser bis zur Unglücksstelle untersucht worden. Die Sauerstoffsättigung der Bastau sei über die Länge unverändert, eine Belastung durch den Gülleunfall lasse sich nicht ableiten. Der Landwirt des betroffenen Hofs an der Straße Eicksen hatte am frühen Freitagmorgen bemerkt, dass im Laufe der Nacht rund 300.000 Liter Gülle ausgelaufen waren. Behälter wohl wegen Kälte geplatzt Vermutlich aufgrund der Kälte war laut Aussage der Einsatzkräfte der Absperrschieber an dem Güllebehälter geplatzt - die stinkende Masse floss über den Hof, von dort auf die Straße und einen Acker, in einen Seitengraben und von da aus rund eineinhalb Kilometer in Richtung Moor. Der Landwirt habe zunächst das Ordnungsamt der Gemeinde Hille informiert, hieß es vor Ort. Gegen 5.50 Uhr ging dann der Alarm bei der Hiller Feuerwehr ein, die mit den Löschgruppen Hartum und Rothenuffeln vor Ort war, um das Gelände auszuleuchten und Straßen abzusperren. Die Einsatzleitung hat Bernhard Förster, Leiter der Hiller Feuerwehr. Graben muss leergepumpt werden Bis dahin hatte der Landwirt bereits den Graben mit Erde zugeschüttet, um zu verhindern, dass die Gülle in die Bastau gelangt. Experten vom Kreisumweltamt prüfen derzeit das weitere Vorgehen. Der Graben muss komplett leergepumpt werden, dazu sind bereits mehrere Tankwagen vor Ort eingetroffen. Ob zudem Teile des betroffenen Ackers abgetragen werden müssen, steht momentan noch nicht fest. Auch eine Kehrmaschine wurde bereits angefordert. Derzeit ist die Straße Eicksen ab der B65 komplett gesperrt und auch in Richtung Moor, wo jetzt weitere Untersuchungen anstehen, hat die Feuerwehr Wege abgesperrt. Zur Schadenshöhe konnten bislang keine Angaben gemacht werden.

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