Espelkamp Spaziergang auf neuem Schulweg

Eltern und Kinder gingen quer durch die Stadt zur geplanten Mittwald-Grundschule

Espelkamp. Gemeinsam wollten sie einmal testen, wie lang und auch gefährlich der neue Schulweg ist, der bald den Schülern der Ostlandschule zugemutet werden sollte. So trafen sich jetzt Mitglieder einer Elterninitiative, die jetzt gemeinsam ein Bürgerbegehren gegen die vom Rat beschlossene Schließung der Grundschul-Teilstandorte Ostland und Ina Seidel auf den Weg bringen, Sonntagnachmittag vor dem Haupteingang der Aufbaugemeinschaft an der Beuthener Straße zum Schulweg-Spaziergang.

Etwa 20 betroffene Eltern mit ihren Kindern – mit schwerem Schulranzen ausgestattet – machten sich auf den Weg. Begleitet wurden sie von zwei Mitarbeitern der Stadtverwaltung Andreas Bredenkötter und Marco Hennig, die gemeinsam daran arbeiten, einen möglichst sicheren Schulweg für die Grundschüler zur neuen Mittwald-Grundschule (ehemals Ernst-Wiechert-Hauptschule) zu erarbeiten.

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Bevor es losging, verteilten sie eine Zeichnung mit einem Auszug der Innenstadt, auf der die bevorzugten Wege eingezeichnet waren. Von der Beuthener Straße ging es über die Rahdener und Kantstraße zur Trakehner Straße.

Immer wieder wurde deutlich, dass sich vor allem die Straßenübergänge als Gefahrenschwerpunkte erwiesen. Einmal gleich von der Beuthener Straße zur Rahdener Straße und dann die Überquerung der Rahdener Straße inHöhe des Atriums und des Martinshauses. Schließlich die Überquerung der Kantstraße in Höhe des Atoll-Parkplatzes in die Trakehner Straße und schließlich die Trakehner Straße in Höhe des Neuen Theaters zum Schulhof der Ernst-Wiechert-Schule, der zukünftigen Mittwald-Grundschule. Insgesamt brauchte die Gruppe für diesen Weg 25 Minuten.

Dennoch fehlten einige zusätzliche morgendliche Schwierigkeiten, mit denen sich die kleinen Dötze auseinandersetzen müssen: die Dunkelheit im Winter, an manchen Tagen mit Eis und Schnee, der morgendliche Berufsverkehr und der übliche Schulbusverkehr zum Schulzentrum , was insbesondere Kant-, und Trakehner Straße betrifft, einschließlich der vielen 100 dort jeden Morgen fahrenden Radfahrer.

Während des Spaziergangs gaben Andreas Bredenkötter und Marco Hennig Informationen zum sicheren Schulweg und warben für die Mitarbeit der Elterninitiative. "Wir können über alles reden", sagte Bredenkötter. Dennoch waren sich die Eltern einig: "Auch ein sicherer Schulweg macht ihn nicht kürzer." Außerdem setzen sie sich nach wie vor für den Erhalt der Ostlandschule und der Ina Seidel-Schule ein und glauben nicht so ganz daran, dass die Ostlandschule so marode is, dass sie komplett für mehrere Millionen Euro saniert werden muss.

Somit sind sie sich weiterhin darin einig, die Schließung zu verhindern. Deshalb werden sie den Weg des Bürgerbegehens gehen, wie Sven Bidenharn erläuterte. Der Entwurf zum Bürgerbegehren ist von Verwaltungsrechtler Rüdiger Schulz inzwischen erstellt worden, ebenso das Formular zur Fragestellung. Jetzt wird sich die Initiative zusammensetzen, die Schriftstücke prüfen und auch den Rat der Verwaltung einholen.

Sobald das Bürgerbegehren gestellt ist, hat es aufschiebende Wirkung für den Ratsbeschluss, der zunächst nicht umgesetzt werden kann. Unterstützung erhalten die Eltern inzwischen auch von allen Espelkamper Siedlergemeinschaften, wie Klaus Neumann mitteilte. Er begleitete die Eltern bei ihrem Spaziergang.

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