Espelkamp stellt die Bänke heraus: Dr. Axel Berger vom Einzelhandelsverband Minden-Lübbecke findet solche Aktionen, die vom Stadtmarketingverein initiiert werden, sehr gut, um die Standortqualität und das Image der Stadt insgesamt zu verbessern. - © Foto: Joern Spreen-Ledebur (Archiv)
Espelkamp stellt die Bänke heraus: Dr. Axel Berger vom Einzelhandelsverband Minden-Lübbecke findet solche Aktionen, die vom Stadtmarketingverein initiiert werden, sehr gut, um die Standortqualität und das Image der Stadt insgesamt zu verbessern. | © Foto: Joern Spreen-Ledebur (Archiv)

Espelkamp Einzelhandel: Espelkamps Kaufkraftpotenzial beträgt dreistelligen Millionenwert

Gutachten zum Einzelhandel verabschiedet: Lob für die Aktivitäten des Stadtmarketingvereins. Image-Kampage reicht deutlich über die Innenstadt hinaus

Karsten Schulz

Espelkamp. Bereits seit dem Jahr 2015 sollte Espelkamp ein neues Einzelhandelskonzept erhalten. Das alte stammt noch aus dem Jahr 2009, wie Fachbereichsleiter Stadtentwicklung, Stadtmarketing, Bauen, Thorsten Blauert, jetzt vor den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung feststellte. Normalerweise sollte es alle fünf Jahre auf den Prüfstand gestellt werden. Aufgrund personeller Veränderungen habe es etwas länger gedauert, bis es fortgeschrieben werden konnte. Jetzt liege es zur Abstimmung vor. Neu am vorliegenden Papier, das von Martin Kremming und Carita Pech von der CIMA Beratungs-und Management GmbH aus Lübeck im September erstellt worden ist, sei eine neue Systematik der aufgelisteten Wirtschaftszweige. Auch sei das Warenangebot neu gruppiert worden. Heraus gefallen seien beispielsweise die Lampen- und Leuchtengeschäfte, die nicht mehr als zentrenrelevant gelten würden, so Blauert. Im Gutachten heißt es unter anderem in den wirtschaftlichen Rahmendaten, dass Espelkamp auf eine positive Entwicklung in den vergangenen Jahren aufbauen kann. CIMA entwickelt folgendes Kaufkraftpotenzial im Espelkamper Marktgebiet: Im Kerneinzugsgebiet Espelkamp 130,7 Millionen Euro pro Jahr, im Umland-Marktgebiet 279,6 Millionen Euro und im erweiterten Marktgebiet, dazu zählen die Mittelzentren Nienburg, Minden und Porta Westfalica sowie Diepholz, Bielefeld und Osnabrück kommen noch einmal 301,9 Millionen Euro zusammen. Insgesamt ergibt sich ein jährliches Kaufkraftpotenzial von 712 Millionen Euro. Der Ausgabesatz eines jeden Einwohners entspricht im Durchschnitt 5.245 Euro im Jahr 2015. Gegenüber 2008 hat sich dieser Satz trotz gesunkener Kaufkraftkennziffer um 229 Euro erhöht. Die Kernstadt bringt es auf 77,5 Millionen Euro, Frotheim auf 13,2 Millionen, Isenstedt auf 13,1 Millionen Euro. Es folgen in der Reihenfolge Gestringen mit 8,4, Fiestel mit 5,1, die Altgemeinde mit 4,7, Fabbenstedt mit 4,2, Vehlage mit 2,8 und Schmalge mit 1,9 Millionen Euro. Aktivitäten wirken sich positiv auf das Image aus Bei der Bestandserhebung wurden 117 Einzelhandelsbetriebe mit einer Verkaufsfläche von 48.040 Quadratmeter errechnet. Die erwirtschafteten einen Umsatz von etwa 143,6 Millionen Euro jährlich. Lob gibt es vom vorliegenden Einzelhandelskonzept für den Stadtmarketingverein: Es sei "eine schlagkräftige Einrichtung geschaffen worden, die die Interessen der Händler und Gewerbetreibenden vertritt und deren Ziel die Stärkung und Weiterentwicklung der Stadt insgesamt sowie der Innenstadt im Besonderen ist". Die regelmäßigen Veranstaltungen wie das City- und Bahnhofsfest, der Automarkt, das Grünkohlessen, der Weihnachtsmarkt und weitere, auch in Verbindung mit verkaufsoffenen Sonntagen, stattfindende Aktionen ziehen Besucher auch über das Stadtgebiet hinaus an und wirkten sich positiv auf das Image aus. Image-Kampagne reiche über Innenstadt hinaus Die laufende Image-Kampagne reiche dabei deutlich über die Innenstadt und den Einzelhandel hinaus und umfasse die Bereiche Wohnen Freizeit, Kultur, Bildung und Gewerbe/Industrie. Die CIMA empfiehlt der Stadt, sich weiterhin an der Finanzierung der Aktivitäten des Stadtmarketingvereins zu beteiligen und die konstruktive Zusammenarbeit in gleicher Intensität fortzusetzen. Auch die Mitglieder des Hauptausschusses stimmten gestern dem vorliegenden Gutachten der CIMA zu.

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