Freuten sich über die Förderzusage: Förderer und Eigentümer der Ellerburg mit (v. l.) Berthold Freiherr von der Horst, Georg Droste, Heinrich Schürmann, Dörte Behnke, Heinrich Vieker, Ute Röder, Dominik Bulinski, der nicht mehr in Espelkamp beschäftigt ist, und Karl-Heinz Haseloh. Im März 2016 überbrachte Ute Röder von der NRW-Stiftung einen Scheck in Höhe von 140.000 Euro. - © Foto: Karsten Schulz (Archiv)||
Freuten sich über die Förderzusage: Förderer und Eigentümer der Ellerburg mit (v. l.) Berthold Freiherr von der Horst, Georg Droste, Heinrich Schürmann, Dörte Behnke, Heinrich Vieker, Ute Röder, Dominik Bulinski, der nicht mehr in Espelkamp beschäftigt ist, und Karl-Heinz Haseloh. Im März 2016 überbrachte Ute Röder von der NRW-Stiftung einen Scheck in Höhe von 140.000 Euro. | © Foto: Karsten Schulz (Archiv)||

Espelkamp Ende 2018 ist die Ellerburg für Besucher erlebbar

Ausschuss für Stadtentwicklung: Weitere Pläne vorgestellt. Ruine und Burghof werden gesichert. Gräfte und Wassergraben sollen wieder Wasser führen

Karsten Schulz

Espelkamp. FDP-Ratsfrau und stellvertretende Bürgermeisterin Gisela Vorwerg freute sich: "Bald können alle Bürger wieder die Ellerburg in Besitz nehmen und dort spazieren gehen und sich mit ihrer Geschichte beschäftigen. Das ist eine sehr gute Entwicklung." Auch CDU-Fraktionsvorsitzender Wilfried Windhorst blickte in Sachen Ellerburg positiv in die Zukunft: "Wir dürfen sicherlich gespannt sein, wie das Gesamtwerk Ellerburg aussehen wird." Dabei blickte er in Richtung Heinrich Schürmann, der gestern Nachmittag während der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung auf der Zuhörerbank saß: "Ohne den Heimatverein Fiestel wäre das so nicht möglich gewesen." André Köster von der Bauverwaltung stellte zu Beginn den augenblicklichen Stand der Planung vor und gab auf Nachfrage von Johannes Schlösser (die Grünen) bekannt, dass man Ende des Jahre 2018 damit rechnet, mit den Arbeiten an Ruine und Burghof sowie der Wiederbefüllung der Gräfte und des Wassergrabens fertig sein könnte. So wird mit Hilfe der Mittel, die von der NRW-Stiftung geflossen sind, zunächst damit begonnen, die Ruine und den Burghof zu sichern. Anschließend geht es darum, die trocken gefallene Gräfte und den Wassergraben wieder zu beleben. Damit sind vor allem die Stadtwerke Espelkamp beschäftigt. Köster gab bekannt, dass für dieses Vorhaben die wasserrechtliche Erlaubnis inzwischen erteilt worden sei , so dass es bald losgehen könne. Dies sei mit Kosten in Höhe von 130.000 bis 150.000 Euro verbunden, die durch Sponsoren gedeckt werden müssten. Dazu soll der Graben wieder ein Profil erhalten und durchgängig mit Wasser in einer Tiefe von mindestens einem Meter gefüllt sein. Es wird zudem ein Sandfang eingebaut, damit dieser nicht in die Gräfte gespült wird. »Es handelt sich hier um sehr komplexe Arbeiten« Auch eine Drossel wird es zukünftig geben, ebenso einen Überlaufgraben. "Es handelt sich hier um sehr komplexe Arbeiten", weiß Köster. Verwendet werden sollen auch Betonit-Platten von der Fiesteler Firma Naue. Die Burganlage wird mit ihrem Umfeld so hergerichtet, dass sie zukünftig begehbar erkundet werden kann. Außerdem wird ein Lehrpfad mit Beschilderung gebaut. Die Burg und das Herrschaftshaus werden gesichert, ebenso die ältesten Teile der Parkanlage mit den dazugehörigen Bäumen, die dort zum Teil seit mehreren hundert Jahren stehen. Die Hauptzufahrt wird über das Anwesen Westrup erfolgen. Dort wird auch ein Parkplatz gebaut. Sehr zufrieden, so Köster, sei man mit den Arbeiten der Firma Möller aus Lübbecke. Es sei gerade nicht einfach, Ruinen zu sichern und wiederherzustellen, da man "eben nicht gerade bauen kann, wie man es gewohnt ist". Es ginge darum, zum Teil mit den alten Steinen die alten Strukturen wiederherzurichten. Außerdem müsse vermieden werden, dass nicht noch mehr Feuchtigkeit in die Materialien eindringen könne. Neue Podeste sollen kommen So werde mit Dachprofilen und mit Schlämmen gearbeitet. Außerdem werde an einigen Stellen das Mauerwerk verkiest, um die Feuchtigkeit abzuhalten. "Dennoch wird es notwendig sein, in den kommenden Jahren immer wieder an der ein oder anderen Stelle Sanierungsarbeiten vorzunehmen", sagt Köster. Erhalten werden soll auch die sehr sehenswerte Treppenanlage des Herrenhauses. Vorgesehen ist, Podeste zu schaffen, das die Besucher später von oben das Gelände betrachten können und zum Teil auch in die Kellergewölbe blicken könnten. Man will vermeiden, dass die zukünftigen Besucher auf dem kompletten Gelände im Innenbereich der Burg -und Herrenhausanlage herumlaufen. Köster machte noch einmal deutlich, dass die Verträge zwischen dem Heimatverein und der NRW-Stiftung eine Laufzeit von 20 Jahren aufweisen und somit eine langfristige Nutzung möglich ist. Da es sich um eine Defizit-Finanzierung handelt, habe die NRW-Stiftung die bislang noch fehlenden Beträge in Höhe von knapp 130.000 Euro zu finanzieren. Die vorgesehenen Lernpunkte seien barrierefrei zugänglich. Später soll es noch einen weiteren Zugang geben, doch dieser sei noch nicht finanziert, machte Köster abschließend deutlich.

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