Markanter Bau: Der Eingangsbereich des Hochhauses Gabelhorst 33 soll umgestaltet und damit ansprechender werden. Unterflurcontainer sollen jetzt die Abfallentsorgung an Espelkamps höchstem Haus weiter verbessern. - © Foto: Joern Spreen-Ledebur
Markanter Bau: Der Eingangsbereich des Hochhauses Gabelhorst 33 soll umgestaltet und damit ansprechender werden. Unterflurcontainer sollen jetzt die Abfallentsorgung an Espelkamps höchstem Haus weiter verbessern. | © Foto: Joern Spreen-Ledebur

Espelkamp Neue Müllgefäße und höhere Straßenreinigungskosten in Espelkamp

Hauptausschuss: Informationen über Pilotprojekt der Aufbaugemeinschaft mit Unterflurcontainern. Erforderliche neue Ausschreibung macht neue Satzung erforderlich

Karsten Schulz

Espelkamp. Insgesamt muss die Stadt Espelkamp für die Reinigung aller Straßen im Stadtgebiet ab 2018 jährlich knapp 51.000 Euro auf den Tisch legen. Das ergab jetzt eine Ausschreibung, die erforderlich wurde, weil der Vertrag mit dem bisherigen Unternehmen zum Ende des Jahres ausläuft. Es wurden zwei Angebote abgegeben, das günstigste beläuft sich auf 45.272 Euro, beim alten Vertrag waren es mit gut 35.000 Euro noch deutlich weniger. Das wurde jetzt im Hauptausschuss bekanntgegeben. Für den Bürger bedeutet dies eine Mehrbelastung. Diejenigen, die ein Grundstück an einer Straße besitzen, die dem überörtlichen Verkehr dient müssen jährlich pro Meter Grundstücksseite zukünftig 70 Cent berappen. Diejenigen, die an einer Straße wohnen, die dem innerörtlichen Verkehr dient, müssen 47 Cent pro laufenden Meter bezahlen. Anliegerverkehrs-Straßen schlagen mit 53 Cent pro laufendem Meter und Haupteinkaufsstraßen wiederum mit 70 Cent zu Buche. Keine Veränderungen bei Müllgebühren Keine Veränderungen - weder nach oben noch nach unten - gibt es bei den allgemeinen Müllgebühren, dennoch müssen in der Satzung einige eingearbeitet werden. Darüber entschieden jetzt die Mitglieder des Hauptausschusses. Die zurzeit gültige Satzung ist am 24.März 2006 in Kraft getreten. Sie wird an die neue Mustersatzung angepasst, so die Verwaltung. Dazu ist es unter anderem erforderlich, dass neue Abfallbehälter zugelassen werden. Dazu gehören Windeltonnen, Zusatzsäcke und Unterflurcontainer ab einer Größe von 1.100 Litern. Windeltonnen sind bereits seit 1995 zugelassen. Unterflurcontainer ab 1.100 Liter sollen für Wohnanlagen eingeführt werden. Die Aufbaugemeinschaft Espelkamp plant in einem Pilotprojekt im Zuge der Wohnumfeldverbesserung den zurzeit genutzten Presscontainer für Restmüll, die Biomüllgefäße und die übrigen Abfallbehälter am höchsten Haus der Stadt, Gabelhorst 33, durch Unterflurbehälter zu ersetzen. Pilotprojekt der Aufbaugemeinschaft Der Presscontainer wurde von der Aufbaugemeinschaft gekauft, für die Restmüllentsorgung hat die Aufbaugemeinschaft zurzeit noch einen eignen Vertrag mit einem Entsorger. Zukünftig soll das Gebäude an die öffentliche Abfallentsorgung angeschlossen werden. Neben der Umweltverschönerung haben die Unterflurconainer, so die Verwaltung, den Vorteil, das von ihnen keine Geruchsbelästigung ausgeht, der überirdische Platzverbrauch geringer ist und der Zugang für Schädlinge erschwert wird. Sie sind leicht zu befüllen, nur die Mieter erhalten Zugang zu den verschlossenen Behältern. Die Aufbaugemeinschaft wird den Schacht finanzieren, es ist geplant, dass die Firma, die die Gefäße zur Verfügung stellt, auch die Einsätze der Unterflurcontainer kauft.

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