Unterschiedliches Pflaster: Im Bereich der "Kiss & Drop"-Zone sei anderes Pflaster verwendet worden als auf dem Parkplatz, sagte Thorsten Blauert von der Stadtverwaltung. In der "Kiss & Drop"-Zone, durch das andere Pflaster abgesetzt, solle nicht geparkt werden. Fotos: Joern Spreen-Ledebur|| - © Joern Spreen-Ledebur
Unterschiedliches Pflaster: Im Bereich der "Kiss & Drop"-Zone sei anderes Pflaster verwendet worden als auf dem Parkplatz, sagte Thorsten Blauert von der Stadtverwaltung. In der "Kiss & Drop"-Zone, durch das andere Pflaster abgesetzt, solle nicht geparkt werden. Fotos: Joern Spreen-Ledebur|| | © Joern Spreen-Ledebur

Espelkamp Grundschule an der Koloniestraße hat Betrieb aufgenommen

Schule am Auewald: Es gibt noch einiges, was verbessert werden muss. Darüber informierte sich der Ausschuss für Stadtentwicklung

Joern Spreen-Ledebur

Espelkamp. Die Grundschule "Schule am Auewald" an der Koloniestraße hat ihren Betrieb aufgenommen. Die Hauptschule Waldschule, die vor rund 20 Jahren in den damaligen Neubau eingezogen war, läuft aus. Um das Waldschul-Gebäude grundschulgerecht herzurichten, ist einiges geschehen. Vieles aber muss noch erledigt werden, berichteten Thorsten Blauert und Klaus Tellbüscher von der Stadtverwaltung den Mitgliedern des Ausschusses für Stadtentwicklung. Auch Schulleiterin Jaqueline Lauff sieht Optimierungs-Potenzial. Zwei neue Treppentürme wurden an das Gebäude angebaut, um Fluchtmöglichkeiten für den Brandfall zu schaffen. "Architektonisch gibt es Schöneres", merkte Tellbüscher bei einer Begehung an. "Aber Fluchttreppen sind halt so." Man habe im Obergeschoss mehrere Klassen erschließen müssen. Es sei mit den Schülern noch nicht geübt worden, die Räume über diese Treppentürme zu verlassen, merkte Schulleiterin Jaqueline Lauff an. "Das müssen wir noch proben, damit es im Ernstfall läuft." »Den Unmut kann ich verstehen, wir müssen da jetzt durch« Die Schulleiterin mahnte zudem Nachbesserungen bei den Treppengeländern in der Schule an. Die sollten erhöht werden, machte Thorsten Blauert deutlich. Es habe allerdings Probleme mit der Firma gegeben. "Den Unmut kann ich verstehen, wir müssen da jetzt durch." Es gibt noch weiteren Verbesserungsbedarf. "Von der Optik sind wir enttäuscht", meinte Jaqueline Lauff mit Blick auf das Gebäude. Mehr Farbe draußen und drinnen wünscht sich die Schulleiterin und einen Eyecatcher auf dem Schulhof. Sie hofft, das weitere Spielgeräte in den Herbstferien aufgestellt werden. Das werde die Situation an den bereits aufgestellten Geräten entspannen. Wichtig seien mehr Zonen, in denen Kinder spielen könnten - "und sich nicht nur einen Ball schnappen können". Rund 300 Kinder gebe es in der Schule am Auewald, meinte Lauff. Riesig sei das Schulgelände "und da haben wir gut mit der Aufsicht zu tun". Die Kinder sollten auch nicht auf die Straße laufen - und hier sieht die Schulleiterin ebenso wie Thorsten Blauert und Klaus Tellbüscher richtig Handlungsbedarf. Zaun soll Schulgeände von Straße abgrenzen Bei manchen Schülern mit Lernproblemen staue sich ein Bewegungsdrang an, so Blauert. Ein Zaun mit Türen soll deshalb her, um das Schulgelände von der Straße abzugrenzen. "Es soll keine Festung sein", sagte Lauff. Der Zaun aber solle aufzeigen, bis wohin die Kinder könnten. Man suche nach gestalterischen Möglichkeiten, sagte Blauert. Eng und nicht ungefährlich ist auch die Situation des Straßenverkehrs. Nebenan gebe es eine Realschule im Aufbau, auf der anderen Straßenseite die auslaufende Hauptschule und die neue Grundschule, merkte Lauff an. Es seien also drei Schulen. Eltern würden ihre Kinder wegen des Rückstaus teilweise am Spielplatz am Tannenbergplatz aus den Autos lassen - und dann entweder mit ihnen über den Zebrastreifen gehen oder die Straße diagonal queren. Der jetzige Parkplatz ist auch eng bemessen, hat die Schulleiterin beobachtet. Immerhin gehörten zum Team der neuen Grundschule 40 Mitarbeiter. Die Stadt hat hier eine "Kiss & Drop"-Zone eingerichtet, an der Eltern ihre Kinder morgens absetzen können - aber nicht parken dürfen. Die entsprechende Beschilderung werde noch aufgestellt, kündigte Blauert an. Die Schule, die Schulpflegschaft und auch Eltern sorgten sich wegen der verkehrlichen Situation. Es gebe den Engpass an der Koloniestraße und daneben abgetrennt die beiden Busspuren. Mancher Autofahrer, vermutete Jaqueline Lauff, sei mit dieser Situation vielleicht auch etwas überfordert. Mit Blick auf den in der Nachbarschaft geplanten Bau des Kreisverkehrs bat Lauff darum, "dass sich Verwaltung und Politik grundlegend Gedanken machen, Morgens ist da echt der Bär los. Ich hoffe nicht, dass wir uns erst treffen, wenn etwas passiert ist." In Kürze sei ein Ortstermin geplant und dann werde über die Problematik gesprochen, sagte Thorsten Blauert zu. Schon etwas aufwendig waren übrigens im Inneren des Gebäudes Brandschutzmaßnahmen. Brandmelder seien provisorisch unter die Decke geschraubt worden und sollten kommendes Jahr in die Decke eingefügt werden, sagte Klaus Tellbüscher. »Mann hätte sich mehr Zeit nehmen sollen« Die Kosten für die Herrichtung der Schule am Auewald seien mit 1,28 Millionen Euro geschätzt worden, sagte Blauert. Ausgegeben wurden 1,26 Millionen Euro. "Beim Umbau blieben wir ziemlich genau im Kostenrahmen." Nun stehen aber noch Arbeiten an - etwa beim Brandschutz, die Zaunanlage und nicht zuletzt Aufteilungen von Räumen. Was diese ausstehenden Arbeiten kosten sollten, fragte Andre Stargardt (SPD). Genau könne man das noch nicht sagen, es fehlten noch Details, meinte dazu Thorsten Blauert. Für die Zaunanlage etwa gebe es noch gar keine Planung. Stargardt erkundigte sich nach den Kosten für Straßenverkehrs-Maßnahmen. Blauert: "Ein Rückbau der Engstelle wäre eine verkehrliche Maßnahme, wenn das denn kommt." Die bei der Besichtigung angesprochenen Probleme griff Stargardt auf. Brandschutz, die Schulhofgestaltung oder die "Kiss & Drop"-Zone seien angebracht worden, als der Bau besprochen worden sei. Stargardt: "Man hätte sich mehr Zeit nehmen sollen statt es übers Knie zu brechen." Zumindest die Umsetzung habe schnell gehen sollen, meinte Thorsten Blauert dazu. Ein reibungsloser Schulbetrieb sei wichtig und im Großen und Ganzen funktioniere das.

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