Gefährliche Bleibe: Die Katzenkinder hatten sich im Motorraum verkrochen. Rettung kam von den Tierfreunden vom „Runden Tisch“. - © Runder Tisch Tierschutz
Gefährliche Bleibe: Die Katzenkinder hatten sich im Motorraum verkrochen. Rettung kam von den Tierfreunden vom „Runden Tisch“. | © Runder Tisch Tierschutz

Espelkamp „Opel“ und „Astra“ sind in Sicherheit

Ungewöhnliche Tierrettung: Katzenfamilie suchte Zuflucht in Pkw des Autohauses Buschmann

Karsten Schulz

Jetzt haben sich die Aktivitäten des Runden Tisches „Tierschutz/Tierrechte im Altkreis Lübbecke“ in eine neue Richtung verlagert: Streunerkatzen und ihre Babys. So heißt es in einer Pressemitteilung der heimischen Tierfreunde. Die Helfer erhielten diverse Nachrichten von besorgten Menschen, die in ihrer Umgebung hilfsbedürftige Kätzchen und sonstige Notfälle entdeckt haben. Da man sich das Thema „Katzenkastrationspflicht“ auf die Fahne geschrieben habe und irgendwie ja auch gar nicht anders könne, als zu helfen, wenn Tiere in Not sind, seien sie den Hilferufen nachgekommen. Dabei gibt es eine ganz besondere Geschichte zu erzählen. Die ereignete sich in Espelkamp beim Opel-Partner Autohaus Buschmann, wie der Runde Tisch jetzt mitteilte. Den Tierfreunden wurde zugetragen, dass sich auf dem Gelände des Autohauses eine Katzenmutter mit ihren drei Sprösslingen niedergelassen hat und Zuflucht im Motorraum der Ausstellungsfahrzeuge sucht. Das bedeute absolute Lebensgefahr für die kleine Familie, so die Tierschützer. „Mit diesem Wissen hätte keiner von uns mehr ruhig schlafen können, also wurde umgehend ein Plan geschmiedet“, heißt es in der Mitteilung. „Wir haben eine täglich mehrfach kontrollierte Futterstelle eingerichtet. Zusätzlich verbrachten einige von uns ihre Nachmittage damit, unter die Autos zu kriechen, in der Hoffnung, die niedlichen Fellknäuel zu fangen. Das ging nicht ohne Kratzer, verursacht durch Angriffe der kleinen ’Raubtiere’, ab“, berichten die Helfer. Ergebnis des Einsatzes: Die Motoren schnurren wieder, und die Katzenfamilie auch. Dank Unterstützung durch die Tierarztpraxis Janowitz und des Tierheims Lübbecke konnten alle Familienmitglieder gesundheitlich durchgecheckt und die Katzenmama kastriert werden. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an das Autohaus Buschmann in Espelkamp für die großartige Kooperation und aktive Hilfe. Zwei der Kätzchen machen schon Werbung, sie wurden „Opel“ und „Astra“ getauft. „Wie schön, wenn so eine Geschichte ein glückliches Ende nimmt“, sagen die Tierretter. Es gebe noch viele „Baustellen“, sodass man langsam aber sicher die eingerichteten Futterstellen, die für ein kontrolliertes Einfangen der Streuner nötig sind, nicht mehr ohne zusätzliche Futterspenden bedienen könne. Hinzu komme noch, dass auch einige der „geretteten“ Tiere übergangsweise bei Mitgliedern des „Runden Tischs“ untergekommen sind. „Alle seien verdammt hungrig. Kurz gesagt, wer ein paar Dosen Katzenfutter loswerden möchte, darf gerne spenden“, so die Helfer des Runden Tisches „Tierschutz/Tierrechte im Altkreis Lübbecke“.

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