Danke an die Sponsoren: Die Isenstedter Dorfgemeinschaft kann bei ihren Jubiläumsfeierlichkeiten zum 775. Geburtstag ihres Dorfes auf die Unterstützung vieler Spender zählen. - © Klaus Frensing
Danke an die Sponsoren: Die Isenstedter Dorfgemeinschaft kann bei ihren Jubiläumsfeierlichkeiten zum 775. Geburtstag ihres Dorfes auf die Unterstützung vieler Spender zählen. | © Klaus Frensing

Espelkamp Offizieller Festakt zur 775-Jahr-Feier in Isenstedt

Viele Hundert Isenstedter und Freunde des Dorfes kamen zur kleinen Festwiese an die Grundschule. Gute Beteiligung bei den anschließenden Rundfahrten

Klaus Frensing

Espelkamp-Isenstedt. Mit kräftigen Hammerschlägen bearbeiteten Oliver Vieker und Martin Sielemann das glühende Eisen. „Wir wollen einmal zeigen, wie das alte Handwerk des Hufschmieds früher einmal war", erläutert Oliver Vieker. Der Hof des Hufschmiedes gehörte zu den 16 Stationen der Isenstedter Dorfrundfahrt, die tief in die Historie eintauchte, aber auch zeigte, wie die Isenstedter mit cleveren Geschäftsideen und viel Fleiß die Zukunft auf dem Dorf gestalten. Halbzeit eines außergewöhnlichen Jubiläumsjahres in Isenstedt: Doch eine Pause legen die Isenstedter nicht ein. Samstag konnte der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft, Armin Jungbluth, bereits morgens viele Ehrengäste und Besucher zum offiziellen Festakt an der Grundschule begrüßen, und der Besucher-strom sollte am Nachmittag nicht abreißen. Weit mehr als 500 Fahrgäste nahmen im Laufe des Tages an den Dorfrundfahrten teil. Landrat und Bürgermeister zollten dem „lebendigen und aktiven Dorf" in ihren Grußworten viel Lob. Dr. Ralf Niermann zog symbolisch seinen Hut vor „dem eindrucksvollen Programm mit 26 Veranstaltungen von Februar bis Dezember". Für jede Generation und für jeden Geschmack sei etwas dabei. Die Organisatoren hätten es geschafft, das ganze Dorf zu mobilisieren und sämtliche Gewerbetreibende am Ort als Sponsoren zu gewinnen. »Grundschule ist zugleich Dorfzentrum und Treffpunkt 
für alle« „Das Schöne an Isenstedt ist, dass die Grundschule zugleich Dorfzentrum und Treffpunkt ist", betonte Ralf Niermann. Die Isenstedter setzen sich deshalb immer vehement für den Erhalt von Grundschule und Lehrschwimmbecken ein. Hier engagieren sich Jung und Alt für die Gemeinschaft und den Zusammenhalt, das macht Isenstedt zu einem lebenswerten Wohnort für junge Familie mit Kindern. Um die Zukunft müsse diesem schönen Ort nicht bange sein. Bürgermeister Heinrich Vieker lobte die Organisatoren, die sehr viel Kreativität und großes ehrenamtliches Engagement bewiesen haben. Idee war es, den Festakt im Herzen des Dorfes zu feiern, um hier die Menschen einzuladen, das Dorf mit seiner ganzen Vielfalt zu erfahren und die Geschichte und Entwicklung zu erkunden. Als erstes durften sich an diesem Morgen die Ehrengäste auf die Tour durch Isenstedt begeben. Im Nu war der Barre-Bus einschließlich des letzten Platzes besetzt und Fahrer Uwe Beinke setzte den Oldtimer in Bewegung. Marcel Holle versorgte die Fahrgäste mit frisch Gezapftem und Marlies Lindemann mit allem Wissenswerten. Die gemütliche Fahrt über rund 15 Kilometer führte vorbei an Stationen mit viel Geschichte, wie die ehemalige Waldschule oder die Christuskirche, aber auch an Haltepunkten wie Krögers Hof, Galloway Lömker, Blumen Spechtmeyer oder Firma Picker, die zeigten, was die Menschen in den vergangenen Jahren auf die Beine gestellt haben und wie sich das Dorf entwickelt hat. Unterwegs hatten die Fahrgäste die Möglichkeit, an den Haltepunkten auszusteigen, sich umzusehen, zu informieren und zu verköstigen. Überall waren sie eingeladen. Es gab Köstlichkeiten, wie diverse Kräutertees, selbst gemachte Marmeladen und Steakbrötchen mit Kraut. Mit verschiedenen Kaltgetränken konnte der Durst gelöscht werden. »Ich wusste gar nichts von Riechemann’s Kletterpark« Der nächste Bus oder die nächste Bahn nahm sie dann wieder auf. Im Abstand von etwa 20 Minuten drehten Cuxi-Bahn, der Oldtimer Bus der Firma Aschemeyer und der Barre-Bus ihre Runden. Mit Willi Kökenhoff, Ewald Harre und Marlies Lindemann saßen in jedem Gefährt geschichts- und ortskundige Führer, die sich umfangreich vorbereitet hatten. Da gab es selbst für einen alten Isenstedter wie Sven Schulte noch einiges zu entdecken. „Ich wusste gar nichts von Riechmann’s Kletterpark", staunte er. In der Zwischenzeit standen die Menschen an Start und Ziel Grundschule schon wieder Schlange. Bald darauf setzte sich der Aschemeyer Oldtimer Bus in Bewegung. Kurze Zeit später folgte die Cuxi-Bahn vom Moorhof. Wer etwas länger auf eine Mitfahrmöglichkeit warten musste, konnte an der Grundschule Essen und Trinken genießen, am Merchandising-Stand der Dorfgemeinschaft Jubiläums-T-Shirts oder Schlüsselanhängern erstehen und schon einmal seine Karte für den Luftballonwettbewerb ausfüllen. Sowohl für Erwachsene wie für Kinder winken jeweils zehn schöne Preise, die während des Frühschoppens am Sonntag, 8. Oktober, im Gasthaus Kaiser Dorfkrug überreicht werden. Wer nicht zu lange auf die nächste Rundtour warten wollte, stieg ins Auto oder aufs Fahrrad und machte sich selbstständig auf Erkundungstour. Auf einem Jubiläums-Bierdeckel war eine Ortskarte mit allen Haltestellen abgedruckt. Jetzt geht es mit viel Schwung in die zweite Halbzeit der Jubiläumsfeierlichkeiten. Die nächste Veranstaltung ist der Grillabend des Sozialverbandes am 28. Juli.

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