Lübbecke Mal so gesehen

Kein ungetrübter Ausblick

Karsten Schulz

Die Jahreswende ist immer wieder eine gute Gelegenheit Bilanz zu ziehen. Gleichzeitig wird gerne ein Blick in die Kristallkugel geworfen. Der Blick zurück zeigt für Espelkamp grundsätzlich eine positive Tendenz auf. Das wird insbesondere in der Bevölkerungsentwicklung der Kernstadt deutlich, bei den Investitionen der Aufbau in Neubauten, der Wohnumfeldverbesserung in bestimmten Stadtquartieren und bei der Erneuerung des Wohnraumes. Hervorzuheben ist die Auszeichnung der Burano-Siedlung und den Abschluss der Arbeiten in diesem historischen innerstädtischen Viertel. Hand in Hand arbeiten Aufbau und Stadt bei der Abwicklung des Programms „Soziale Stadt“. Besonders im und am Nachbarschaftszentrum Erlengrund in der Gabelhorst hat es weitere Verbesserungen gegeben. Sowohl Wohn-wie Gewerbegebiete expandieren, heimische Firmen erweitern am Standort und schaffen neue Arbeitsplätze, so dass weiterhin mit sprudelnden Steuereinnahmen zu rechnen ist. Dennoch spürt man – nimmt man jetzt die vergangenen fünf Jahr zum Vergleich – dass sich das Tempo der Erneuerung verlangsamt hat. Mehr und mehr gilt die Devise: halten, was man geschaffen hat. Damit wären wir schon beim Ausblick. Der ist für das kommende Jahr alles andere als ungetrübt. Gefahren sind für den gerade verabschiedeten Doppelhaushalt zu erkennen. Vor allem durch die Kreisumlage, die erhöht werden könnte und damit die Gewerbesteuer-Hebesätze angehoben werden müssten. Das hemmt wiederum die wirtschaftliche Entwicklung. Zusätzliche Gelder müssen zudem für die Unterbringung von Flüchtlingen aufgebracht werden. Noch sind keine weiteren finanziellen Hilfen von Land und Bund zugesagt worden. Die Innenstadtentwicklung tritt auf der Stelle – neue Geschäftslokale, innovative Verkaufs- und Vermarkungskonzepte und Erfolge beim Leerstandsmanagement sind bis dato nicht erkennbar. Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Stadtmarketingverein muss genauer abgegrenzt werden, personelle Entscheidungen sind dringend zu treffen, sowohl in der Hauptverwaltung wie beim Marketing. Ein Nachfolgekonzept zur „Sozialen Stadt“ muss zukunftssicher unter Dach und Fach gebracht werden und natürlich sind die richtigen Entscheidungen zu den Grundschulstandorten zu treffen. Doch da hat die Schulverwaltung einen guten Start hinbekommen . . .

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