Großbrand: Bei einem Feuer auf dem Gelände der Dachdeckerei Wegner an der Königsberger Straße 16 gegen 20.45 Uhr brannte Freitagabend eine ganze Lagerhalle ab. 65 Feuerwehrleute waren im Einsatz. - © Karsten Schulz
Großbrand: Bei einem Feuer auf dem Gelände der Dachdeckerei Wegner an der Königsberger Straße 16 gegen 20.45 Uhr brannte Freitagabend eine ganze Lagerhalle ab. 65 Feuerwehrleute waren im Einsatz. | © Karsten Schulz

Espelkamp Bei Wegners geht die Arbeit weiter

Nach dem Großbrand: In der Dachdeckerei wird jetzt nach der Ursache des Feuers gesucht. Die Eltern wurden noch Freitagabend informiert. Sie weilten zu einer Chorreise in der schwedischen Partnerstadt Borås

Karsten Schulz

Espelkamp. Jens Wegner, einer der beiden Geschäftsführer des gleichnamigen Dachdeckerunternehmens, steht zwar immer noch unter dem Eindruck des Großbrandes, dem die Lagerhalle seiner Firma zum Opfer fiel (die NW berichtete), er ist inzwischen aber relativ gefasst. "Unsere sechs Mitarbeiter können normal weiterarbeiten, es gibt keine Probleme im Ablauf, die Aufträge können abgewickelt werden." Auch er tappt, ebenso wie die Polizei, die Feuerwehr und auch die Sachverständigen allerdings noch vollständig im Dunkeln, wie das Feuer ausbrechen konnte. Fest stehe bisher nur, so der Unternehmer, dass "im hinteren Teil der Halle der Brandherd war". Glücklicherweise habe der Wald auch keinen großen Schaden genommen. "Das wächst alles ganz bestimmt schnell wieder nach", macht er sich Sorgen um die Natur. Büroräume können weiterhin genutzt werden Sowohl der Gabelstapler, wie auch die übrigen Firmenfahrzeuge, hätten draußen gestanden und konnten somit vor dem Zugriff der Flammen gerettet werden. Das gilt auch für die Büroräume, die weiterhin genutzt werden können, auch eine eingebaute Feuerschutztür habe Schlimmeres verhindert. Das direkt anliegende Privathaus seiner Eltern, Renate und Helmut Wegner, sei Gott sei Dank verschont geblieben. Sie seien sofort von ihm und seinem Bruder Freitagabend benachrichtigt worden. Denn die Wegners waren mit einigen anderen Sängerinnen und Sängern und Kantor Tobias Krügel zu Besuch beim befreundeten Karoly-Chor der evangelischen Gemeinde in Espelkamps Partnerstadt Borås. Wegner: "Wir wollten unseren Eltern sofort Bescheid sagen, was passiert ist, bevor es nachher andere machen und sie möglicherweise über irgendwelche anderen Quellen auch noch falsch unterrichtet werden." Wieder zu Hause angekommen, habe man gemeinsam gebetet, um sich vom ersten Schock zu erholen und wieder die notwendige Fassung zu erringen. Die ganze Familie sei "sehr glücklich drüber, dass alle Einsatzkräfte so hervorragend gearbeitet haben". "Das ging hier Hand in Hand, so dass ein Übergreifen auf benachbarte Gebäude von Anfang an verhindert werden konnte. Wir sind allen sehr dankbar", sagt Jens Wegner. Es gibt noch keinen Aufschluss über die Ursache Dies gelte natürlich auch für die Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerkes, die vor Ort im Einsatz waren, wie der Geschäftsführer betonte. Die Dachdeckerfirma und Zimmerei Wegner gehört zu den ältesten Handwerksunternehmen in Espelkamp. Sie ist 1965 von Helmut Wegner gegründet worden, Sohn Jens führt sie jetzt in zweiter Generation. Die Ursache für das Feuer steht noch nicht fest. Das vermeldete gestern Nachmittag die Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke. In einer Presseerklärung wird darauf hingewiesen, dass Brandermittler der Polizei den betroffenen Bereich an der Königsberger Straße Montagvormittag in Augenschein genommen hätten. Konkrete Aufschlüsse konnten sie jedoch noch nicht erlangen. Diese erhoffen sie sich in den kommenden Tagen, dann werde ein Sachverständiger die Arbeit der Beamten unterstützen. Neben einer ersten Begehung des Firmengeländes führten die Polizisten zudem Gespräche mit der betroffenen Familie sowie Zeugen. Den Schaden schätzen die Kriminalisten auf eine sechsstellige Summe.

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