Engagiert: Reiner Hußmann ist Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Espelkamp. Zu deren Fahrzeugen gehört der Teleskopmast, der auch bei Einsätzen in den beiden Nachbar-Kommunen Rahden und Stemwede angefordert wird. - © Foto: Joern Spreen-Ledebur ||
Engagiert: Reiner Hußmann ist Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Espelkamp. Zu deren Fahrzeugen gehört der Teleskopmast, der auch bei Einsätzen in den beiden Nachbar-Kommunen Rahden und Stemwede angefordert wird. | © Foto: Joern Spreen-Ledebur ||

Espelkamp 160 Seiten neue Feuerwehrpläne in Espelkamp

Ausschuss für Sicherheit: Entwurf des neuen Brandschutzbedarfsplans wurde vorgestellt. Fahrzeugbeschaffungskonzept und Gerätehäuser im Blick

Karsten Schulz

Espelkamp. Der Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit, Arthur Wall (CDU) brachte es auf den Punkt: " Wir haben ein Werk von 160 Seiten vor uns liegen, das von der Verwaltung und den Feuerwehrleuten gemeinsam entwickelt worden ist. Wir haben damit im Kreisgebiet wieder eine Vorreiterrrolle übernommen", freute sich der Kommunalpolitiker. Er bedanke sich in diesem Zusammenhang bei allen Beteiligten aus Feuerwehrkreisen und der Verwaltung. "Da steckt sehr viel Zeit dahinter. Das kann man wirklich sehen." Auch Bürgermeister Heinrich Vieker schloss sich seinem Vorredner an und hatte für alle Beteiligten größtes Lob übrig. Fachbereichsleiter Zentrale Dienste, Matthias Tegeler, führte die Parlamentarier anschließend in das umfangreiche Papier ein und hatte dafür die 160 Seiten auf 22 komprimiert. Der für fünf Jahre geltende Plan beinhaltet dabei eine Bestandsaufnahme, eine Risikoanalyse des Gefahrenpotenzials am Beispiel von Brandgefahren, Planungszielen, eine Aufschlüsselung der Ressourcen am Beispiel des Personals, der Gerätehäuser und der Feuerwehrfahrzeuge. Fahrzeugbeschaffungskonzept bis 2023 Darin eingebunden sind wesentliche Ziele bei den Gerätehäusern und ein Fahrzeugbeschaffungskonzept, das bis zum Jahr 2023 hochgerechnet ist. "Uns kommt es darauf an, dass wir mit diesem Konzept für alle Beteiligten eine größere Bindungswirkung erzielen", so Tegeler. Alles sei mit den entsprechenden Aufsichtsbehörden abgestimmt, was vor allem den Kreis und den Regierungspräsidenten betrifft. Es wird auch die Frage beantwortet, wie viele Feuerwehrleute in welcher Zeit und mit welchen Mitteln am Einsatzort sein sollten. Eine gesetzliche Festlegung von Schutz- und Planungszielen gibt es jedoch nicht. In dem vorliegenden Plan sind auch die Ausrückzeiten von den Ortsteilen einkalkuliert. Tegeler weist außerdem darauf hin, dass für eine mittlere kreisangehörige Stadt wie Espelkamp eine Ausnahmegenehmigung von der Bezirksregierung erforderlich ist. Ansonsten müsse sie eine eigene Wache vorhalten, die ständig mit sechs Beamten besetzt ist. Das entspräche etwa 30 bis 36 Stellen. Der Plan beschreibt allgemeine und besondere Gefahren und Risiken im Stadtgebiet und legt die von der Feuerwehr zu erbringenden Leistungen fest. Außerdem wird das zur Erfüllung dieser Leistungen erforderliche Personal mit den erforderlichen Mitteln wie Gerätehäuser und Fahrzeuge beschrieben. "Es gibt eine neue Struktur, die umfassender und differenzierter ist", so Tegeler. Vier Gefahrenkategorien Die Ausrückebereiche werden zukünftig nach vier Gerfahrenkategorien eingeteilt: Brandgefahren, technische Hilfeleistungen, Atomare-, Biologische-, und Chemische Gefahren sowie Wassergefahren. Bei den Ressourcen wird festgestellt, dass es sieben hauptamtliche Kräfte und elf Einsatzkräfte der IGEU-Feuerwehrbereitschaft gibt sowie 186 aktive Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr. Diese teilen sich auf in den Zug Mitte mit vier Löschgruppen sowie dem Zug West mit den Löschgruppen Fabbenstedt, Gestringen und Vehlage sowie den Zug Ost mit den Löschgruppen Frotheim und Isenstedt. Die Jugendfeuerwehr besteht aus neun Mädchen und 15 Jungen. Ziele beim Personal sind der Erhalt der sieben hauptamtlichen Kräfte sowie die Stärkung der Feuerwehrbereitschaft. Außerdem sollen neue Mitglieder gewonnen werden, sowie die Attraktivität durch Basis- und Einsatzgeld erhöht werden. Bei den Arbeitgebern soll um eine stärkere Akzeptanz geworben werden. Außerdem will man auch durch eine Gebührenerhöhung darauf hinarbeiten, die Fehlalarme zu verringern.

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