Dämmerung an der Schule am Auewald: Der Umbau der ehemaligen Hauptschule Waldschule zur neuen Grundschule am Auewald verschlingt doch deutlich mehr Mittel als seinerzeit angenommen wurde. - © Foto: Karsten Schulz||
Dämmerung an der Schule am Auewald: Der Umbau der ehemaligen Hauptschule Waldschule zur neuen Grundschule am Auewald verschlingt doch deutlich mehr Mittel als seinerzeit angenommen wurde. | © Foto: Karsten Schulz||

Espelkamp Kostenexplosion an der Auewaldschule

Ausschuss für Stadtentwicklung: Bauverwaltung legte Papier vor, dass 505.000 Euro Mehrkosten darstellt. Gesamte Umbaukosten von Haupt- zur Grundschule in Höhe von 1,8 Millionen Euro

Karsten Schulz

Espelkamp. Die Überraschung kam am Mittwoch während der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am Schluss: Unter "Bekanntgaben" und "Anfragen" erhob sich der Sachgebietsleiter Gebäudemanagement, André Köster, von seinem Sitz und musste die Kommunalpolitiker mit einer eher unangenehmen Nachricht konfrontieren. Wieder einmal ging es um Mehrkosten für eine Investition in ein kommunales Gebäude. Nach den gut 500.000 Euro Mehrkosten für den nunmehr anderthalb Millionen Euro teuren Lärmschutzwall für das Harting-Logistikzentrum im erweiterten Industriegebiet geht es jetzt um eine Schule. Auch hier fallen gut 500.000 Euro mehr an als ursprünglich veranschlagt. Der Umbau der Hauptschule Waldschule zu einem Mehrfunktionsgebäude, das hauptsächlich von der neu gegründeten Grundschule am Auewald genutzt wird und in geringerem Umfang vom Musikschulverband, soll in der Schlussrechnung gut 1,8 Millionen Euro verschlingen. Mit dieser unangenehmen Nachricht konfrontierte Köster die Parlamentarier, die sich nicht dazu äußern konnten, weil dieser Punkt unter "Mitteilungen" abgehandelt wurde. Gesamtbaumaßnahme mit 1,3 Millionen Euro veranschlagt Vor Verabschiedung des Doppelhaushaltes im Jahre 2016 hatte man für die Gesamtbaumaßnahme 1,3 Millionen Euro veranschlagt. Doch im vergangenen Jahr habe sich sehr schnell gezeigt, so Köster, dass man mit dieser Summe nicht auskommen werde. "Es ist immer so bei einem Umbau, dass es Überraschungen gibt", so der Sachgebietsleiter. Letztendlich benötige man 1,8 Millionen Euro, was einer Kostensteigerung von knapp 40 Prozent entspricht. Es gebe verschiedene Gründe, warum es dazu gekommen ist. Köster erläuterte den Kommunalpolitikern die wichtigsten in einem kurzen Vortrag. Zum einen habe es damit zu tun, dass man sich "im Bestandsbau" befinde. "Unter abgehängten Decken finden sich da manchmal Dinge, mit denen man nicht gerechnet hat." Neu gebaut werden muste ein neues Gerätehaus, wo Kettcars und auch Fahrräder untergebracht werden mussten. Mehrkosten in Höhe von 60.000 Euro Allein hier habe es Mehrkosten in Höhe von 60.000 Euro gegeben. An der WC-Anlage gab es durch Außen-WC sowie eine Behinderten-Toilette sowie den Bau von einem zusätzlichen Arzt- und Waschraum noch einmal ein Plus von 65.000 Euro. Die Brüstungsgeländer schlugen mit Mehrkosten in Höhe von 60.000 Euro zu Buche. Flure und Decken, die für den Brandschutz umgebaut werden mussten, waren mit zusätzlichen Kosten von 140.000 Euro vertreten. Die Außenanlage wird um 30.000 Euro teurer als berechnet. Und die gute Konjunkturlage der Bauindustrie hat erhebliche Mehrkosten verursacht, weil sich alle Gewerke um durchschnittlich zehn Prozent erhöht hätten, so Köster. "Allein im Metallbau zogen die Preise um bis zu 70 Prozent an", bestätigte Bürgermeister Heinrich Vieker.

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