Leitet das Kulturamt: Torsten Siemon hat viele Ideen. - © Joern Spreen-Ledebur
Leitet das Kulturamt: Torsten Siemon hat viele Ideen. | © Joern Spreen-Ledebur

Espelkamp Grobkonzept für Espelkamper "Haus der Geschichte" liegt vor

Bilanzpressekonferenz der Stadtverwaltung: Überarbeitung wird Mitte März von Kulturamtsleiter Torsten Siemon im Kulturausschuss vorgestellt. "Nacht der Komödianten" wird im Mai über die Bürgerhaus-Bühne gehen

Karsten Schulz

Espelkamp. Sein Etat macht zwar nur vier Prozent des Gesamthaushaltes der Stadt Espelkamp aus, aber die Außenwirkung ist umso größer: Kulturamtsleiter Torsten Siemon freute sich dennoch, anlässlich der Bilanzpressekonferenz der Stadtverwaltung mit einigen Projekten glänzen zu können. Die Tatsache, dass es sich in der Regel um freiwillige Leistungen handle, zeige einmal mehr, dass die Stadt Espelkamp - mehr als andere Kommunen - finanziell gut aufgestellt sei. Besonders in diesem Jahr gebe es viele Überschneidungen mit dem Stadtmarketingverein, die den Bereich Freizeit/Kultur/Tourismus bearbeiteten. Siemon lobte in diesem Zusammenhang die laufenden Angebote im Neuen Theater und auf der Kleinkunstbrettlbühne in Gestringen. Inzwischen habe sich das Elite zu einem Top-Programmkino entwickelt, das von vielen Gruppen und Kulturanbietern genutzt werde. Viel Arbeit bei Veranstaltungskalender Viel Arbeit habe man in den Veranstaltungskalender und den Neuaufbau der städtischen Homepage gesteckt. "Ich glaube, ich übertreibe nicht, wenn ich die aktuelle Seite als eine der besten in der Region bezeichne", sagte Siemon. Im Tourismusbereich werde man gemeinsam mit dem Stadtmarketingverein Radtouren-Vorschläge ausarbeiten. Sie sollen sowohl aus Espelkamp heraus wie auch wieder zurückführen und interessante Sehenswürdigkeiten berühren. Besonders freut sich Espelkamps Kulturchef über ein kulturelles Leuchtturm-Projekt: eine Lesung mit Claus Peymann, ein Theaterregisseur, der bis zum 2. Juli 2017 Intendant, künstlerischer Leiter, Geschäftsführer und Alleingesellschafter des Berliner Ensembles war und mehrfach auch mit Theateraufführungen in Espelkamp zu Gast war. "Eine solche Veranstaltung hat einen solchen Wert für Espelkamp, den man nicht hoch genug einschätzen kann", so Siemon. Damit aber noch nicht genug: ein nachhaltiges Projekt, das für die gesamte Stadt sowohl in kultureller wie in touristischer Hinsicht einmal große Bedeutung erlangen könnte, ist das angedachte "Haus der Geschichte". Auch hier sei es in den Vorplanungen in jüngster Zeit weitergegangen, so Siemon. Ihm liege ein "sehr interessantes" Grobkonzept vor. Es erhalte jetzt den "Feinschliff" und werde so überarbeitet im Kulturausschuss Mitte März vorgestellt. Bürgermeister Heinrich Vieker machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass hier der "Spagat zwischen dem, was machbar oder wünschenswert ist, gelingen muss". Es müsse ein gewisser Standard mit Personalausstattung vorhanden sein, wenn man entsprechende Fördermittel erhalten möchte. Kreisweite Ehrenamtskarte Torsten Siemon gab weiter bekannt, dass eine kreisweite Ehrenamtskarte in Vorbereitung sei. Die Laufzeit soll, so Vieker, mindestens drei Jahre betragen. In den Genuss der Karte kommen Ehrenamtliche, die mindestens fünf Stunden in der Woche entsprechend tätig seien. Immer wieder werde danach gefragt, was denn aus der "Nacht der Komödianten" geworden wäre, so der Kulturamtsleiter. In diesem Jahr werde sie am letzten Wochenende im Mai im Bürgerhaus über die Bühne gehen. Es habe deshalb so lange gedauert, weil ein ursprünglich angedachtes Finanzierungsmodell geplatzt sei.

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