Das Espelkamper SPD-Spitzentrio: (v. l.) André Stargardt, Reinhard Bösch und Jens Bölk. - © Foto: Karsten Schulz
Das Espelkamper SPD-Spitzentrio: (v. l.) André Stargardt, Reinhard Bösch und Jens Bölk. | © Foto: Karsten Schulz

Espelkamp Sozialdemokraten empört über CDU-Äußerungen

SPD-Jahresschlussgespräch: SPD reagiert auf Äußerungen vom CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Detlef Beckschewe in der CDU-Hauspostille "Die Brücke". Hand zum "Bündnis für Espelkamp" bleibt ausgestreckt

Karsten Schulz

Espelkamp. Absolut "nicht amüsiert" zeigten sich die Genossen über Äußerungen in der gerade erschienenen neuen Ausgabe der CDU-Hauspostille "Die Brücke". Dort heißt es unter anderem: "Der verantwortungslose Versuch einer Partei in Espelkamp unsere Bevölkerungsgruppen zu spalten, einen Keil zwischen Innenstadt und Ortschaften zu treiben oder sie sogar zu verunglimpfen, darf sich nicht durchsetzen." Reinhard Bösch, André Stargardt und Jens Bölk riefen in diesem Zusammenhang den politischen Gegner dazu auf, doch demnächst den Mut zu haben, "Ross und Reiter zu nennen". Die SPD könne jedenfalls nicht damit gemeint sein. Sie sei die letzte Partei, die Keile treibe. Weder in die Ortschaften noch in die Kernstadt. Im Gegenteil: Seit Bürgermeister Fritz Steding, so Bösch, und noch davor habe sie sich immer um Integration bemüht. Es sei sozusagen ein fester Auftrag und das Anliegen der Sozialdemokraten gewesen, die die Stadt Espelkamp schließlich mit aufgebaut hätten, die Bevölkerungsgruppen zu versöhnen. In diesem CDU-Beitrag handele es sich um "Fake News, die von einem Ghostwriter geschrieben wurde, der nicht selbst aktiv ist in der heimischen Kommunalpolitik". Die Sozialdemokratie habe sich immer für den Zusammenhalt in der Stadt eingesetzt, um sie letztendlich zu stärken. Verwunderung bei der SPD SPD-Stadtverbandsvorsitzender Jens Bösch erinnert in diesem Zusammenhang an das gerade erst mit neun Gemeindeältesten geführte Gespräch, bei dem es ums Zusammenleben ging und um Vorurteile der jeweils anderen Seite. "Sehr gewundert" habe man sich über die Aussage vom CDU-Fraktionsvorsitzenden Wilfried Windhorst, so André Stargardt, über die Aussagen zum "Bündnis für Espelkamp". Die Aufarbeitung des Wahlergebnisses, so die drei Sozialdemokraten, sei nicht das vorrangige Ziel der Initiative gewesen. Man habe vereinbart, sich für mehr Demokratie und Integration einzusetzen und präventiv zu wirken. Aus Sicht der SPD sei die Zusammenarbeit nicht aufgekündigt und vorbei. Im Gegenteil. Man müsse auch Institutionen anderer Initiativen außerhalb der Politik mit ins Boot nehmen. Zusammen müsse man das Engagement der Bevölkerung einbinden. Reinhard Bösch stellte fest, dass auch er es nicht für richtig befunden habe, aus einer E-Mail zu zitieren und diese öffentlich zu machen.

realisiert durch evolver group