Neuer Leiter: Dirk Thieme ist neuer Chef des Freizeitbades und des Saunazentrums. - © Joern Spreen-Ledebur
Neuer Leiter: Dirk Thieme ist neuer Chef des Freizeitbades und des Saunazentrums. | © Joern Spreen-Ledebur

Espelkamp Schwimmen im Atoll wird teurer

Saunaspaß erhöht sich im neuen Jahr um vier Prozent

Karsten Schulz

Espelkamp. Ohne Gegenstimmen votierten die Mitglieder im Verwaltungsrat der Stadtwerke für eine flächendeckende Erhöhung der Tarife im Badebereich um drei Prozent. Um vier Prozent erhöhen sich noch deutlicher die Entgelte für die Nutzung der Sauna im neuen Jahr. Diese doch deutliche Verteuerung der Nutzung von Espelkamps beliebtesten Freizeiteinrichtungen löste keine Diskussion aus. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand sind für 2018 ein erhöhter Materialaufwand, insbesondere für den Energiebezug und Personalkostensteigerungen zu berücksichtigen. Um einen angemessenen Deckungsbeitrag durch die Erlöse zu erzielen, wurde die Anpassung der Eintrittsgelder empfohlen, so heißt es in der Verwaltungsvorlage. Die Kostenerhöhung soll bewusst auf alle Nutzer des Freizeitbades verteilt werden. Deshalb stimmten die Parlamentarier jetzt einem Drei-Säulen-Modell zu. Zum einen werden - wie bereits erwähnt - die Eintrittsgelder für den Badbereich um drei und für die Sauna um vier Prozent erhöht, die Beckenmiete für die Schulen wird ebenfalls erhöht und auch die Nutzungspreise für das Kursprogramm beispielsweise vom Kneippverein. Alles in allem sehr positiv wird der Gesamtwirtschaftsplan der Stadtwerke Espelkamp 2018 erwartet. In kurzen Rahmendaten wurde er von Vorstand Klaus Hagemeier während der Sitzung vorgestellt. Zum einen werden positive Ergebnisse für den Gesamtbetrieb bis 2021 erwartet. Der Aufwand wird gesteigert durch den Ausbau des Energievertriebs sowie den Betrieb der vierten Reinigungsstufe und die Entsorgungskosten für den Klärschlamm, die stark ansteigen werden. Aus den Gebührenüberschüssen bei Trinkwasser und Abwasser werden Entnahmen vorgenommen. Die Erträge des Gesamtbetriebes werden 2018 auf mehr als 14,4 Millionen Euro gesteigert. 2016 waren es noch gut 12,5 Millionen Euro. Allerdings erhöht sich auch der Materialaufwand von 4,2 Millionen Euro im Jahr 2016 auf 5,4 Millionen Euro im kommenden Jahr. Der Personalaufwand steigt von 4,448 Millionen auf 4,955 Millionen Euro. Dies wurde verursacht durch normale Tarifsteigerungen als auch durch die befristete Übernahme von zwei Auszubildenden, erklärte Hagemeier. Erwartet wird, dass im kommenden Jahr der städtische Haushalt durch die Stadtwerke um 300.000 Euro entlastet wird.

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