Rücken dem Dreck zu Leibe: Rund 20 Aktive des Waldfreibadvereins halfen beim ersten Arbeitseinsatz im Bad in der neuen Saison in diesem Jahr. Dafür muss natürlich das Wasser komplett abgelassen werden. - © Klaus Frensing
Rücken dem Dreck zu Leibe: Rund 20 Aktive des Waldfreibadvereins halfen beim ersten Arbeitseinsatz im Bad in der neuen Saison in diesem Jahr. Dafür muss natürlich das Wasser komplett abgelassen werden. | © Klaus Frensing

Espelkamp Europaweiter Ideen-Wettbewerb für das Espelkamper Waldfreibad

Waldfreibad: Rat stimmt Ausschreibung zu. Mittel stehen im Haushalt bereit. Mit ersten Ergebnissen wird bereits bis zum Sommer kommenden Jahres gerechnet.

Karsten Schulz

Espelkamp. Der nächste Schritt in Sachen Erneuerung des Waldfreibades ist getan: In der letzten Sitzung 2017 stimmten die Mitglieder des Espelkamper Rates einstimmig einem europaweiten Ideen-Wettbewerb zu. Gleichzeitig wird dem Wunsch der Unabhängigen, den sie im Hauptausschuss vorgetragen hatten, Rechnung getragen, das Bad bei den Kriterien stärker in Richtung Familienbad auszurichten, als das zunächst vorgesehen war. Darauf wies Bürgermeister Heinrich Vieker noch einmal ausdrücklich hin. "Dem Wiedererkennungswert soll deutlich Rechnung getragen werden." Mittel für den europaweit ausgeschriebenen Ideenwettbewerb sind im Doppelhaushalt bereits berücksichtig worden, wie Stadtwerke-Vorstand Klaus Hagemeier deutlich machte. Erste Gespräche über das Procedere seien bereits mit dem Kreis geführt worden. Im neuen Jahr werde man zügig und mit den entsprechenden Unterlagen veröffentlichen. Mit den ersten Ergebnissen rechne er nach der Sommerpause 2018. Das Ergebnis sei völlig offen. Bürgermeister Heinrich Vieker präzisiert: "Es heißt nicht, dass derjenige, der den ersten Preis gewinnt, auch den Auftrag erhält." Planungs- und Ideenwettbewerb heiße lediglich - im Idealfall - dass mehrere Lösungen auf dem Tisch liegen, mit denen man etwas anfangen könne. Es könne durchaus sein, dass Teile aus den verschiedenen Ideenkonzepten zu einem verschmolzen werden, das schließlich umgesetzt werde. Letztendlich müsse sich der Arbeitskreis und der Rat darauf einigen, was er denn haben wolle. »Auf alle Fälle sind wir auf einem richtigen Weg« Hartmut Stickan (SPD) freute sich, dass sich alle gemeinsam auf den Weg gemacht hätten. Dies sie der genau richtige. Er geht davon aus, dass verschiedene Lösungen auf dem Tisch liegen, mit denen man konkret etwas anfangen könne. Stickan: "Über die Detailplanung können wir uns dann ja Gedanken machen. Das sind gute Perspektiven für den Trägerverein." Bürgermeister Heinrich Vieker sieht im kommenden Jahre in Sachen Waldfreibad gute Perspektiven. Er stellte klar, dass die Stadt und die Stadtwerke versuchen werden, an alle in Frage kommenden Fördermittel zu kommen. Beid er Einbindung von Sponsoren vereist das Stadtoberhaupt auf mögliche weitere Bauabschnitte, die wohl notwendig würden. Hier müsse dann die Frage geklärt werden, wie man das Waldfreibad zu einem richtigen Familienbad weiterausbauen könne. Vieker: "Auf alle Falle sind wir auf einem sehr guten Weg." Horst Radtke, Vorsitzender des Pro Waldfreibadvereins, nutzte die Bürgerfragestunde, um sich für die Entwicklung in Sachen Waldfreibad zu bedanken. "Das ist ein guter Tag für Espelkamp, das ist ein noch besserer Tag für das Waldfreibad", so begann er seine Ausführungen. Er freute sich darüber, dass man nicht dem allgemeinen Trend folge, bei Städten in der Größenordnung Espelkamps die Freibäder zu schließen. Er freue sich auf die Ideen, die ein europa- weiter Ideenwettbewerb hervorbringe. Bisher habe das Waldfreibad durch ehrenamtliches Engagement und eigene Mittel 70.000 Euro in die Verschönerung des Bades investiert. Von der Planungsstudie, die 2014 zum ersten Mal eingebracht wurde über die sehr guten Diskussionen, - auch im Arbeitskreis - bis zur Vorstellung im Hauptausschuss sei dies ein sehr spannender Prozess gewesen.

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