Stemwede Die gute Sache steht im Vordergrund

Jörg Dawurske aus Espelkamp leistete die 175. Blutspende, der Oppenweher Jürgen Peglow die 100. Spende

Jürgen Peglow aus Oppenwehe hat Spaß daran, zum 100. Mal Blut zu spenden.
Jürgen Peglow aus Oppenwehe hat Spaß daran, zum 100. Mal Blut zu spenden.

Stemwede-Oppenwehe/Espelkamp (nw). Die Zahl klingt gewaltig: Jeden Tag werden in Deutschland 15.000 Blutspenden zur Behandlung von Patienten benötigt. Damit der Nachschub nicht abreißt, ruft das Deutsche Rote Kreuz (DRK) immer wieder zu Spenden auf. Den Spendetermin in der Oppenweher Grundschule nutzten nun viele Bürger. Darüber freute sich auch Reinhold Gralla, Blutspendenbeauftragter des DRK Stemwede. "Unser Schnitt hier in Oppenwehe liegt bei etwa 90 Leuten", so Gralla. Ein Spender, der besonders lange dabei ist, ist Jörg Dawurske aus Espelkamp. Er spendet bereits zum 175. Mal. Der 69-Jährige Vater von drei Kindern und dreifache Großvater kommt extra aus Espelkamp nach Oppenwehe. "Ich habe schon überall im Mühlenkreis Blut gespendet", sagt er. Seine erste Spende war 1963 bei der Bundeswehr. Nach Möglichkeit versucht er, die Maximalzahl von sechs Spenden pro Jahr zu erreichen.

Ein weiterer Jubiläumsspender ist Jürgen Peglow aus Oppenwehe. Er ist 67 Jahre alt, hat ebenfalls drei Kinder und vier Enkel. Er ist an diesem Tag zum 100. Mal dabei. Der Grund, Blut zu spenden, sei relativ simpel - für ihn stehe einfach die gute Sache im Vordergrund. Peglow spendet in der Regel vier Mal pro Jahr Blut. Auch er leistete seine erste Blutspende bei der Bundeswehr.

"Das gespendete Blut muss bis 22 Uhr in Bad Salzuflen sein, von dort aus geht es weiter ins Zentrallabor nach Hagen", so Reinhold Gralla. Im Labor werde es unter anderem auf HIV und Hepatitis untersucht. Je nach Ergebnis werde die Spende dann freigegeben oder aussortiert. Männer dürfen alle zwei Monate eine sogenannte Vollblutspende abgeben. Der Abstand bei Frauen liegt bei drei Monaten.

Jörg Dawurske (l.) wird von Heike Bollhorst für seine Spende vorbereitet.
Jörg Dawurske (l.) wird von Heike Bollhorst für seine Spende vorbereitet.

Die Gründe für die Verwendung von Blutkonserven haben sich im Laufe der Jahre geändert. Lagen Transfusionen nach Unfällen lange an der Spitze, werden die meisten Blutkonserven heute zur Behandlung von Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt.

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