In Schutt und Asche: Beim Blick in die Produktionshallen der Weserhütte wird das Ausmaß des Bombenangriffes deutlich. - © Foto: Stadtarchiv
In Schutt und Asche: Beim Blick in die Produktionshallen der Weserhütte wird das Ausmaß des Bombenangriffes deutlich. | © Foto: Stadtarchiv

Bad Oeynhausen Der schwerste Angriff auf die Kurstadt

Am 30. März vor 70 Jahren wurde kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs die Weserhütte bombardiert

Nicole Sielermann

Arbeitsnachweis: Die erste Arbeitsstelle war für Gerhardt Horstmann die Weserhütte. Dort arbeitete er, als am Karfreitag 1945 die Bomben fielen. - © Foto: Nis
Arbeitsnachweis: Die erste Arbeitsstelle war für Gerhardt Horstmann die Weserhütte. Dort arbeitete er, als am Karfreitag 1945 die Bomben fielen. | © Foto: Nis

Bei dem Luftangriff auf die Weserhütte am 30. März 1945 wurden 192 Menschen getötet. NW-Redakteurin Nicole Sielermann hat zwei Zeitzeugen besucht, die während des Bombenangriffes dort gearbeitet haben. Sie haben überlebt. Im Gegensatz zu 74 deutschen Männer, 19 deutschen Frauen und 99 Ausländern, also Zwangsarbeiter – Zahlen, die in der Chronik der Weserhütte vermerkt sind. „Eine große Zahl von Schwerverletzten wird mit noch intakten Kettenfahrzeugen ins städtische Krankenhaus, das sich gegenüber dem Südbahnhofsgebäude befindet, gebracht“, heißt es in der Chronik. Zweck des amerikanischen Luftangriffes war es, den Rüstungsbetriebs zu zerstören. Bereits 1934 begannen die Lohnarbeiten für die Rüstungsindustrie. Produziert wurden gepanzerte Fahrzeuge, Mündungsbremsen und Flakgeschütze. Die Produktion wird mit Kriegsbeginn konsequent ausgeweitet. Im Januar 1945 betrug der Anteil der Rüstungsproduktion 88,5 Prozent an der gesamten Fertigung der Weserhütte.

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