Auf in die Zukunft: Das Bauunternehmen Kögel bildet junge Menschen in acht Lehrberufen aus. Hinzu kommt die Möglichkeit eines dualen Studiengangs im Fach Bauingenieurwesen. ?Fotos: Kögel - © g
Auf in die Zukunft: Das Bauunternehmen Kögel bildet junge Menschen in acht Lehrberufen aus. Hinzu kommt die Möglichkeit eines dualen Studiengangs im Fach Bauingenieurwesen. ?Fotos: Kögel | © g

Bad Oeynhausen Baufirma wächst und wächst

Eidinghausener Unternehmen Kögel baut neuen Plenarsaal für den niedersächsischen Landtag

Nicole Bliesener

Bad Oeynhausen. Für den Reifenhersteller Continental hat das Bad Oeynhausener Bauunternehmen Kögel gerade eine 8.000 Quadratmeter große Produktionshalle und ein Multifunktionsgebäude mit einer Nutzfläche von 2.200 Quadratmetern im hessischen Korbach fertig gestellt und schlüsselfertig übergeben. „Dieser Auftrag ist unser bisher aufwendigster und auch größter“, sagt Marketing-Manager Philipp Hebold. Diese schlüsselfertige Bauweise ist ein Segment aus dem Leistungsspektrum des in Eidinghausen ansässigen Unternehmens. Die Kögel-Gruppe ist zudem tätig in den Bereichen Tiefbau, Rohrleitungsbau, Hochbau, Bausanierung und Ingenieurbau. Gegründet wurde das Unternehmen 1968 von Jürgen Kögel. Der Diplom-Ingenieur machte sich mit einem Baubetrieb für Maurer-, Tief- und Straßenbauarbeiten selbstständig. 1991 stieg Sohn Frank in den Betrieb ein, der das Unternehmen heute gemeinsam mit seiner Frau Sabine, seinem Bruder Peter und Torsten Richter leitet. Das Grundstück, Hinterm Schloss 14, auf dem einst das Elternhaus der beiden heutigen Geschäftsführer Frank und Peter Kögel stand, ist auch heute noch die Keimzelle des Unternehmens. „Das Gebäude wurde umgebaut, aufgestockt und es wurde angebaut. Natürlich gibt es heute kein Büro mehr, das früher mal ein Kinderzimmer war“, fügt Hebold hinzu. Das Unternehmen Kögel Bau wurde sukzessive weiter entwickelt. 1998 wurden die Unternehmensstandbeine Hoch- und Tiefbau um den Schwerpunkt Bauwerksanierung erweitert. Fünf Jahre später gesellten sich die Bereiche Rohrleitungsbau und schlüsselfertige Industrie- und Gewerbebauten hinzu. Die Kögel-Gruppe beschäftigte damals 60 Mitarbeiter, zwei Jahre später im Jahr 2005 waren es bereits 90. „Heute haben wir etwa 200 Mitarbeiter“, fügt Philipp Hebold hinzu. Kögel Bau hat im Jahr 2015 einen Umsatz von 64,5 Millionen Euro erwirtschaftet. Dabei reicht der Radius der Aufträge von Bad Oeynhausen und Umgebung bis nach Hannover, Köln, Hamburg und sogar ins baden-württembergische Offenburg. Für die Stadt Köln baut Kögel derzeit eine neue Feuerwache. Und in Hannover ist das Eidinghausener Unternehmen am Bau des neuen Plenarsaals für den niedersächsischen Landtag beteiligt. „Der alte Plenarsaal wurde abgebrochen und neuaufgebaut“, erklärt Philipp Hebold und liefert das Besondere an diesem Hochbauauftrag gleich mit: „Der Neubau wird mit der denkmalgeschützten alten Fassade verkleidet.“ Die Arbeiten sollen im August 2017 abgeschlossen sein. Richtfest für den neuen Trakt des Parlamentsgebäudes war im Dezember vergangenen Jahres. Das Unternehmen entwickelt sich nicht nur auf dem bautechnischen Sektor stetig weiter, sondern auch in punkto Ausbildung. „Derzeit haben wir 21 Auszubildende“, so Hebold. Neben den Ausbildungen zum Straßenbauer, Kanalbauer, Rohrleitungsbauer, Beton- und Stahlbetonbauer, Holz- und Bautenschützer, Industriekaufmann/-frau und dem dualen Studiengang Bauingenieurwesen bietet Kögel jetzt auch den Lehrberuf Baugeräteführer/-in und Bauzeichner/-in an. Wichtig ist den Geschäftsführer neben einer betrieblichen Weiterentwicklung auch ein gutes Betriebsklima. „Und dazu gehört auch ein umfangreiches Gesundheitsprogramm“, sagt Philipp Hebold. Zu diesem Programm gehören neben Schutzimpfungen, Schrittzähleraktionen kostenlosen Getränken auch ein regelmäßiger kardiologischer Check in Kooperation mit dem Herz- und Diabeteszentrum sowie ein Weiterbildungsprogramm.

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