Beate Langenbruch präsentiert die CD ihres Chores aus Rouen. - © FOTO: NICOLE SIELERMANN
Beate Langenbruch präsentiert die CD ihres Chores aus Rouen. | © FOTO: NICOLE SIELERMANN

BAD OEYNHAUSEN/ROUEN Ein Echo aus Frankreich

Beate Langenbruch (34) lebt in Rouen und hat mit dem Kammer-Chor eine CD aufgenommen

VON NICOLE SIELERMANN

Bad Oeynhausen. Was sie macht, macht sie richtig. Ob es der Doktortitel ist, bei dem sie die Prüfung in Frankreich mit Auszeichnung ablegte (die NW berichtete) oder nun das neue Projekt ihres Chores aus Rouen: Beate Langenbruch meistert alles mit Bravour. Bei der neuen CD "Comme de longs échos" hat die 34-Jährige aber nicht nur musikalisch mitgewirkt.

Edel und schick kommt das Werk des "Choeur de Chambre de Rouen" (Leitung Daniel Bargier) daher. Schon der Einband mit einem Bild von Monet spricht an. "Die CD ist den Impressionisten in der französischen Musik gewidmet", erzählt Beate Langenbruch, die auf Kurzurlaub in der alten Heimat war.

Gesungen werden unter anderem Werke von Saint-Saëns, Fauré, Debussy oder Ropartz. Seit mehr als zwölf Jahren lebt Beate Langenbruch mittlerweile in Rouen. Jahre, in denen das französische Leben die junge Frau geprägt hat. "Ich fühle mich in Frankreich super wohl", sagt sie und strahlt. Wer könnte an ihren Worten zweifeln. Denn wenn Beate Langenbruch von Rouen spricht und den Menschen dort, gerät sie ins Schwärmen: "Die haben mich so lieb und nett aufgenommen, das ist toll." Zudem sei Rouen eine wunderschöne mittelalterliche Stadt mit einer riesigen Kathedrale. "Ich bin durch die Stadt gefahren und beschloss, mich für ein Assistentinnenjahr an einer Schule in Rouen zu bewerben."

Mittlerweile hat sie ihre Studien beendet und arbeitet als Dozentin
an der Elite-Uni in Lyon. "Eine staatliche Uni, an die die Studenten nur mit Stipendium kommen", erzählt sie. Dementsprechend motiviert seien auch alle. Zwei bis drei Tage unterrichtet sie, den Rest der Zeit nutzt Beate Langenbruch für Forschungszwecke. Natürlich rund um ihr Spezialthema: das Mittelalter. Und natürlich in Rouen. "Ich pendle quer durchs Land – und bin froh, dass ich nicht in der gleichen Stadt arbeite und lebe", sagt sie.

"Die CD beinhaltet 19 Stücke, die sehr unterschiedlich, aber alle toll arrangiert sind", sagt die gebürtige Dehmerin schwärmend. "A cappella, mit Klavierbegleitung von Christine Lajarrige, mit Solo, ohne Solo, Männerchor, Frauenchöre, Originalstücke für Chor oder Chorarrangements von Solostücken sind enthalten." Die Texte der Stücke sind von namhaften französischen Dichtern (Hugo, Verlaine, Sully Prudhomme, Charles d’Orléans oder Paul Bourget). "Alles in allem sehr schulfreundlich", sagt Beate Langenbruch augenzwinkernd. Vielleicht hätten ja alle Frankophilen, Französischlehrer, Musiklehrer, Musikliebhaber, Impressionismusfans oder Sänger Interesse an der CD. "Sie ist wirklich besonders schön geworden, sowohl musikalisch als auch bibliophil."

Das Gesamtwerk besteht aus einem kleinen Schuber mit CD,
einem dicken, 86-seitigen, sehr ausführlichen Booklet, einer Einführung, Analysen, Bildern des Impressionismus und den Texten,
die alle ins Deutsche (von Beate Langenbruch) und ins Englische übersetzt worden sind. Ein durchaus hörenswertes Werk, so lautet das Urteil der Kritiker – unter anderem aus Bad Oeynhausen.
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Wer Interesse an der CD hat (Stück 20 Euro) kann sich an
die NW-Redaktion, Tel. (0 57 31) 24 00 50, E-mail oeynhausen@
neue-westfaelische.de wenden. Alle Anfragen werden weitergeleitet.

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