Bad Oeynhausen Denkmalschutz macht Sanierung teurer

Rathaus-Obergeschoss soll deshalb bleiben, wie es ist

Bad Oeynhausen (juk). Was die Planer der Stadtverwaltung gern aufgegeben hätten, ist für die Denkmalpfleger unverzichtbar. Die dunklen Querbänder, die die Fassade des Rathauses 1 am Ostkorso zieren, sind für das Denkmalamt in Münster wesentliche Gestaltungsmerkmale des Verwaltungsbaus. Sie aber bei der Sanierung der Fassade wieder einzubauen, kostet rund 150.000 Euro, wie Stadt-Pressesprecher Rainer Printz auf Nachfrage der NW erklärt.

Wie berichtet, soll das Rathaus mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II saniert werden. Eine neue Fassade mit neuer Dämmung und neue Fenster sollen Energiekosten sparen. Insgesamt dürfe diese Sanierung aber nicht mehr als 1,4 Millionen Euro kosten. Darauf hatte sich der Ausschuss für Stadtentwicklung verständigt.
Erst danach aber kam der Denkmalschutz ins Spiel. "Der mit Münster besprochene Kompromiss sieht nun vor, die Bänderung der Stein-Fassade zu erhalten. Dafür aber wird auf eine Sanierung des Obergeschosses verzichtet", so Printz. So könne die Deckelung der Kosten eingehalten werden.

Im kompletten Gebäude aber sollen die Fenster ausgetauscht werden - auch im Obergeschoss, in dem sich auch der große Sitzungssaal des Rathauses befindet. "So ist es auch energietechnisch vertretbar, wenn dieses Geschoss nicht weiter saniert wird", so Printz. Der Eigenanteil der Stadt werde sich dank der Energie-Ersparnis in kürzester Zeit amortisieren. Printz rechnet noch in diesem Jahr mit dem Beginn der Bauarbeiten.

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