Bad Oeynhausen Das Ende einer Freundschaft

Verfahren gegen 22-Jährigen vorläufig eingestellt

Bad Oeynhausen. Die Disconacht endete mit einem abgebrochenen Zahn, einer Bisswunde, einer geschwollenen Nase und einer zerbrochenen Freundschaft. Ein Nachspiel hatte der Streit, der sich im Dezember vergangenen Jahres in eine Schlägerei verwandelte, gestern Morgen vor dem Bad Oeynhausener Amtsgericht.

Wegen Körperverletzung in drei Fällen musste sich gestern der 22-jährige Sascha V. (Name von der Redaktion geändert) vor Gericht verantworten. Der Angeklagte, das vermeintliche Opfer sowie drei Zeugen machten vor Gericht zum einem gegensätzliche Aussagen und zum anderen gaben sie an, sich an nichts mehr erinnern zu können. Da aus diesem Grund die Schuldfrage nicht eindeutig geklärt werden konnte, stellte Richter Mateika das Verfahren gegen Zahlung einer Geldstrafe in Höhe von 600 Euro vorläufig ein.

Sascha V. war an besagtem Abend mit seinem bis dato "besten Freund" Boris, einem 20-jährigen Konstruktionstechniker, und drei weiteren Kumpels zunächst im Herforder GoParc unterwegs. Den Abend ausklingen lassen wollte das Quintett in der Bad Oeynhausener Diskothek "Club Ego". Dort hatte der 22-jährige Angeklagte, der im Hauptberuf als Optiker arbeitet, nach eigener Aussage einen Nebenjob. Er nutzte seine Kontakte und lotste seine Freunde in die Diskothek. Bis auf den Fahrer der Gruppe hatten zu diesem Zeitpunkt schon alle ordentlich dem Alkohol zugesprochen. An der Bar geriet der 20-jährige Boris nach Aussage des Angeklagten mit dem Barkeeper über die Zusammensetzung eines Drinks aneinander, was zur Folge hatte, dass Boris aus der Disko rausgeworfen wurde.

Sascha V. folgte ihm, und aus einer Streiterei auf dem Parkplatz entwickelte sich eine Schlägerei, die – und in diesem Punkt waren sich alle Beteiligten und Zeugen einig – mehrfach wieder angefacht wurde und, wie es einer der Zeugen formulierte, "eine ganz normale Schlägerei" war. Wer den Zoff angefangen hatte, ließ sich vor Gericht nicht eindeutig klären. Und da es zum Glück zu keinem größeren Schaden gekommen war und die Schuldfrage sich nicht eindeutig klären ließ, wurde das Strafverfahren vorläufig eingestellt.

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