"Ich bin auf der Bühne oder dem Bildschirm wie immer. Sonst würde ich nervös werden", sagt Sven Plöger bei seinem Vortrag zum Klimawandel im "Theater im Park". Gut 400 von der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford geladene Mitglieder und Kunden erleben diesen unterhaltsamen Abend. - © FOTO: PETER STEINERT
"Ich bin auf der Bühne oder dem Bildschirm wie immer. Sonst würde ich nervös werden", sagt Sven Plöger bei seinem Vortrag zum Klimawandel im "Theater im Park". Gut 400 von der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford geladene Mitglieder und Kunden erleben diesen unterhaltsamen Abend. | © FOTO: PETER STEINERT

Bad Oeynhausen Auf die Feinheiten kommt es an

Diplom-Meteorologe Sven Plöger zu Gast bei der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford

Bad Oeynhausen. Schlagfertig ist er, der Sven Plöger. Mit profundem Wissen und scharfem Auge ausgestattet auch, dieser aus Funk und vor allem Fernsehen bekannte Wetterfrosch. "Wie schön es doch in der Kurstadt ist", lobt der aus München angereiste Meteorologe vor Mitgliedern und Kunden der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford im "Theater im Park" mit breitem Grinsen.

Wie das Wetter in Bad Oeynhausen ist – und nicht wird, will einer vor der Veranstaltung wissen und erwartet ein "langweilig" oder ähnliches. Weiß der TV-Zuschauer doch, wie sehr sich der 44-Jährige vor der Fernsehkamera über instabile Wetterlagen freut, die es zu präsentieren und erklären gilt. Nein, schön sei es hier. Im Gegensatz zur bayerischen Landeshauptstadt, wo er an diesem Mittwoch bei Nieselregen abgefahren sei. Doch nicht nur der blaue Himmel ist Plöger aufgefallen. "Cumulus Humilis" habe er entdeckt. Sagt es und meint Schönwetterwolken. Ganz klein. Auf die Feinheiten kommt es an.

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Dass da ein Profi auf der Bühne steht wird schnell deutlich. Mit federndem Schritt entert der Wetter-Entertainer die Bühne, um vom Volksbank-Vorstand Andreas Kämmerling, Michael Knoll und Oliver Ohm begrüßt zu werden. Genau so schnell wird deutlich, dass der Beamer streikt. Der sollte die Bilder zum Vortrag auf die Bühnenleinwand werfen. "Das geht auch so, nur dann wird es anders", sagt Sven Plöger ohne einen Ansatz von Nervosität.

Schlimmere Stunden habe er schon früher überstanden, erzählt er nebenbei. Damals, als das Team noch aus der Schweiz sendete, Plöger dort samt Frau in den Bergen wohnte und zu Weihnachten Freunde eingeladen hatte. An jenem Tag sei das Barometer in kurzer Zeit rapide gefallen. "Was macht man da, wenn das Holzhaus Geräusche von sich gibt wie noch nie", fragt der Anzugträger das 400-köpfige Publikum. Um selbst die Antwort zu geben. "Man geht in den Keller." Schon attackiert er die Geladenen mit der nächsten Frage: "Nur was ist, wenn kein Keller vorhanden ist?" Wieder Plöger: "Dann geht man in den kleinsten Raum des Hauses. Seitdem verbinde ich grundsätzlich Weihnachten mit Gäste-WC."

Was also ist ein defektes Elektrogerät gegen einen ausgewachsenen Sturm. Zumal auch Plöger darauf vertrauen darf, dass die Volksbank ihrem Werbeslogan treu bleibt und den Weg frei macht für einen neuen Beamer. Die die Wartezeit mit Kanapees, Bier und Wein überbrückenden Gäste erleben wenig später den zweiten Anlauf des Sven Plöger. Normalerweise sind seine Auftritte auf exakt zwei Minuten und 19 Sekunden begrenzt. Im "Theater im Park" lässt er sich deutlich mehr Zeit, um das Thema Klimawandel zu erörtern: "Es muss Richtung erneuerbarer Energie gehen." Und: "Wir wollen alle den Strom aus der Steckdose. Nur wollen wir nichts in der Nähe, was Probleme macht", sagt er und meint Windräder oder Hochspannungsmasten. "Dumm nur, das wir häufig woanders wohnen."

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