BAD OEYNHAUSEN Die Diagonale als Hingucker

Markus Franke zeigt seine Möbel-Entwürfe auf der M.O.W. in Bad Salzuflen

VON NICOLE BLIESENER
Designer Markus Franke mit seinem freischwingenden Stuhl aus der Edition "Triagonal". In Bad Salzuflen präsentiert er die Reihe erstmals komplett. - © FOTO: PRIVAT
Designer Markus Franke mit seinem freischwingenden Stuhl aus der Edition "Triagonal". In Bad Salzuflen präsentiert er die Reihe erstmals komplett. | © FOTO: PRIVAT

Bad Oeynhausen. Eine Diagonale ist die Verbindung zweier nicht nebeneinanderliegender Ecken - so lautet die geometrische Definition. Klingt unspannend. Ist es auch. Bei Markus Franke dagegen wirkt die Diagonale chick, edel und in ihrer Funktionalität außergewöhnlich. Denn der 27-jährige Bad Oeynhausener hat die Diagonale zum Hauptgestaltungselement seiner Möbelentwürfe gemacht. Stuhl, Tisch und Regal aus seiner "Triagonaledition" zeigt der Innenarchitektur-Student im September bei der M.O.W. in Bad Salzuflen.

Für den jungen Designer ist dies nicht der erste Auftritt auf einer Möbelmesse. Im vergangenen Jahr hat Franke auf der Kölner Möbelmesse den von ihm entworfenen schwingenden Stuhl "Triagonal" präsentiert. Das Sitzmöbel hat er nun um ein Regal und einen Tisch für den Loungebereich erweitert. Blickfang der Stücke ist die Diagonale, die sozusagen mit einem Bein und dem Fußboden ein Dreieck bildet. So hat der Tisch nur zwei Beine und zwei diagonale Verbindungen sorgen für den festen Stand. "Schwerpunkt ist die dreieckige Gestaltform. Damit die Statik stimmt, musste ich richtig rechnen", erläutert Markus Franke. "Und es geht darum mit wenig Material auszukommen." Gestaltet sind Stuhl, Tisch und Regal aus querverleimten Furnierplatten in Holzoptik. Die schwingenden Flächen sind aus pulverbeschichtetem Stahlblech. Die Bestandteile sind nicht durch Schrauben verbinden, sondern werden gesteckt.

Neben der "Triagonaledition" stellt Markus Franke in Bad Salzuflen auch seinen aus MDF-Platten gebauten Würfel "Alea" vor. Der Würfel kann aufeinander gestapelt als Regal verwendet werden, als Raumteiler oder einfach als Solitär.

Mit seinem Messe-Auftritt möchte Franke richtig durchstarten. Obschon er zurzeit noch in Detmold Innenarchitektur und Architekt studiert, treibt er parallel dazu seine Selbstständigkeit als Designer voran. Der Studienabschluss soll dann im kommenden Jahr folgen.
Vom 22. bis 26. September wird Markus Franke an seinem Stand bei der M.O.W. stehen und darauf bauen, dass Kunden aus den 26 Teilnehmerländern seinen Faible für die Diagonale teilen. Für seinen Auftritt in Bad Salzuflen hat Franke auch noch ein Filmteam organisiert, dass auf der Möbel-Messe einen Imagefilm über ihn dreht.

Während bei der Kölner Möbelmesse lediglich der Stuhl fertig war und die anderen Teile der Kollektion nur als Entwurf vorhanden waren, ist jetzt alles greif- und benutzbar. Bei der Produktion der Möbel konnte der gelernte technische Assistent für Gestaltung auf das Know-How der Detmolder Tischlerei Eikermann und für die Metallkomponenten auf das Wissen und die Fertigkeiten von Peter Eickmeyer, Chef des Bad Oeynhausener Unternehmens EMF, setzen.
Nach der M.O.W. stellt Markus Franke seine Möbel im Café Uno an der Weserstraße aus. "Und dann fahre ich noch zu einer Messe in Luxemburg", sagt Markus Franke. Allen Grund optimistisch in die Zukunft zu blicken hat der Nachwuchs-Designer, denn schon bei seinem Auftritt auf der Kölner Möbelmesse machte er von sich reden.

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