Der letzte Gast: Der „Circus Voyage“ gastierte auf dem Marktplatz in Wulferdingsen. Foto: Ulf Hanke - © Ulf Hanke
Der letzte Gast: Der „Circus Voyage“ gastierte auf dem Marktplatz in Wulferdingsen. Foto: Ulf Hanke | © Ulf Hanke

Bad Oeynhausen Wildtierverbot auf städtischen Flächen

Hauptausschuss soll beschließen, dass nur noch Zirkusse ohne Tiere Station machen dürfen

Bad Oeynhausen. Tierschützern sind sie international schon lange ein Dorn im Auge: Zirkusse, die mit eigentlich wildlebenden Tieren auf Reisen sind. Nun möchte auch die Stadt Bad Oeynhausen, dass diesen Veranstaltern untersagt wird, auf städtischen Flächen Station zu machen. Darüber sollen die Mitglieder des Hauptausschusses am Mittwoch, 22. November, ab 18 Uhr entscheiden. Die Haltungsanforderungen für Wildtiere sind anspruchsvoll, heißt es in der Vorlage. Und sie können, so die Auffassung vieler Fachleute, in reisenden Betrieben praktisch nicht tiergerecht gehalten werden. Weil es in NRW bisher so gut wie keine Rechtssprechung in Sachen Wildtierverbot gebe, soll dieses in Bad Oeynhausen nun darüber geregelt werden, dass der Rat eine Einschränkung der Nutzung einer öffentlichen Einrichtung beschließt. Der letzte Zirkus, der in Bad Oeynhausen mit Wildtieren zu Gast war, war der „Circus Voyage“, der auf dem Wulferdingsener Marktplatz Station machte – und damit Demonstranten auf den Plan rief. Gerade für den Standort gibt es offenbar immer wieder Anfragen von Zirkusbetrieben. „Dem Schausteller/Zirkusbetreiber ist es unbenommen, im Privateigentum stehende Flächen anzumieten“, heißt es in der Vorlage.

realisiert durch evolver group