Raum für Ideen: Die Liegehalle im Kurpark soll Veranstaltungsort werden, auf die Fläche davor soll ein Solepark entstehen, der auch den Alexander-von-Humboldt-Sprudel mit einbezieht. Der führt im Kurpark bislang ein trauriges Schattendasein. Fotos: Jörg Stuke - © Jörg Stuke
Raum für Ideen: Die Liegehalle im Kurpark soll Veranstaltungsort werden, auf die Fläche davor soll ein Solepark entstehen, der auch den Alexander-von-Humboldt-Sprudel mit einbezieht. Der führt im Kurpark bislang ein trauriges Schattendasein. Fotos: Jörg Stuke | © Jörg Stuke

Bad Oeynhausen Ein Garten für die Sole

Zukunft des Staatsbades: Der Haushaltsplan der Stadt sieht 1,7 Millionen Euro Investition im Kurpark vor

Jörg Stuke

Bad Oeynhausen. Es klingt wie ein Park im Park: „Solegarten" heißt das Stichwort, unter dem Stadt und Staatsbad Veränderungen im Kurpark planen. Konkreten Niederschlag hat das Projekt schon im Haushaltsplan der Stadt gefunden: Insgesamt 1,7 Millionen Euro hat Kämmerer Marco Kindler in der Finanzplanung bis 2020 für Projekte im Kurpark vorgesehen (die NW berichtete). So konkret wie die finanziellen scheinen die inhaltlichen Planungen aber noch nicht gediehen zu sein. „Die Pläne sind noch im Entwurfsstadium", erklärt dazu Bürgermeister Achim Wilmsmeier der NW. „Es gibt erste Ideen". Und die wurden am Runden Tisch zur Zukunft des Staatsbades entwickelt, der sich seit Mai 2016 etwa ein halbes Dutzend Mal getroffen hat. „Grundgedanke der Projekte ist: Die Sole erlebbar machen", erläutert Wilmsmeier. Konkret hat Kämmerer Kindler in seinem Haushaltsplan 594.000 Euro für den Solegarten vorgesehen, der zwischen der Liegehalle und dem Humboldt-Sprudel entstehen soll. 421.000 Euro sind für die Umgestaltung der ehemaligen Liegehalle, die derzeit als Lager vom Staatsbad genutzt wird, zu einem Veranstaltungsraum veranschlagt. Und 697.000 Euro hat der Kämmerer für die Pflasterarbeiten im Kurpark geplant. Wie Staatsbad-Betriebsleiter Dirk Henschel erläutert, geht es dabei um den Platz vor der Wandelhalle und die Wege von dort Richtung Theater. „Wichtig für alle wirtschaftlichen Aktivitäten im Kurpark ist, Fördermittel zu bekommen", betont Wilmsmeier. Für das Gesamtprojekt Solegarten sieht er zwei mögliche Förderansätze. „Das Projekt könnte Bestandteil der Regionale werden", erläutert der Bürgermeister. Die Regionale ist eine Wirtschaftsfördermaßnahme des Landes NRW. Für die Regionale 2022 hat die Region OWL den Zuschlag bekommen, ein konkretes Konzept dafür gibt es aber noch nicht. Aussichtsreicher könnte der zweite Förderansatz sein: „Wir wollen die Investitionen im Kurpark in das ISEK-Programm holen", so Wilmsmeier. ISEK bedeutet „Integriertes Stadtentwicklungskonzept". Maßnahmen, die darin Aufnahme finden, werden in der Regel zu 70 Prozent vom Land gefördert – wie zum Beispiel das neue Pflaster für Teile der Fußgängerzone. Allerdings sind die Fristen, noch ins ISEK 2018 zu kommen, verstrichen. Weshalb die Stadt versuchen werde, mit dem Projekt Solegarten ins Förderprogramm 2019 zu kommen. Wenn die Stadt Fördermittel beantragt, muss sie aber auch nachweisen, dass sie ihren Eigenanteil (in der Regel 30 Prozent) auch aufbringen kann. „Deshalb haben wir die Mittel frühzeitig in den Haushalt eingestellt", erläutert Wilmsmeier. „Denn eine zeitliche Übertragung solcher Mittel nach hinten ist immer möglich, ein Vorziehen aber schwierig." Wenn die Förderung dann für 2019 beschlossen würde, „dann ist die Umsetzung in 2020 nicht mehr weit", so Wilmsmeier. Solegarten und Liegehalle sollten dann aber auch 2020 fertig werden, die Pflasterarbeiten sieht Wilmsmeier nicht in der ersten Priorität. „Grundsatz der Umsetzung ist: So schnell wie möglich, aber mit gesichertem Zugang zu Fördermitteln", sagt der Bürgermeister. Das, was am Runden Tisch erarbeitet worden sei, seien Ideen, die aber nicht in Beton gegossen seien, so Wilmsmeier. „Sie sollen Basis für weitere Planungen und die öffentliche Diskussion darüber sein." Die soll Anfang des neuen Jahres beginnen, dann wolle man die bisherigen Ergebnisse des Runden Tisches öffentlich präsentieren, kündigt Wilmsmeier an. Zuvor aber kommt der Runde Tisch am 22. November zusammen. Es könnte die letzte Sitzung des Gremiums sein. „Aber das müssen wir in der Sitzung sehen."

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