Bad Oeynhausen Gospel, Poesie und Kampfkunst in der Druckerei

Bunte Show mit vielen Talenten: Die vierte Show der LokalARTisten war gut besucht. Der nächste Termin ist am 10. November. Wer mitmachen möchte, kann sich noch bewerben

Sandra C. Siegemund

Bad Oeynhausen. Ob Sänger, Tänzer oder Poetry Slammer: Auf der Bühne der LokalARTisten kann jeder stehen. „Wir wollen Talente aus der Umgebung zeigen“, sagte Moderatorin Kim Jaster über die Idee der Show. Sechs verschiedene Auftritte begeisterten Freitagabend die Zuschauer im gut besetzten Saal der Druckerei. Den Auftakt machte Nico Terborg mit seiner Gitarre. Der junge Songwriter aus Vlotho ließ sich trotz starker Erkältung seinen Auftritt nicht nehmen und erfreute die Zuhörer mit Popsongs und Liebesliedern. „Ich schreibe alle meine Lieder selbst, über Themen, die mich bewegen“, sagte Terborg. Auch der nächste Künstler kam mit Gitarre, bewegt sich musikalisch aber in einem völlig anderen Genre. Carmelo Suarez Valentin entlockte seinem Instrument spanische Klänge und coverte bekannte Songs wie „Killing me softly“. Mit sprühendem Wortwitz faszinierten der erst zwölfjährige Poetry Slammer Gabriel Pauwel und sein Vater Michel in ihrem Auftritt. Die beiden spielten sich die Sätze und Pointen wie Bälle zu. An alltäglichen Szenen in Familie und Schule ließen sie ihr Publikum teilhaben. „Pausen sind die kleinen kurzen Höhepunkte des Schultags“, sagte Gabriel Pauwel. Michel Pauwel brachte die Anwesenden mit einem Ausflug in frühere Zeiten, in denen möglicherweise alles besser war, zum Lachen.Erster Auftritt vor Publikum „Ich probiere alle Texte Zuhause aus. Irgendwann wollten mein Sohn und meine Tochter das auch machen. Und da ich bei den Slams nicht ständig gegen Gabriel verlieren wollte, treten wir inzwischen als Team an“, sagte der Vater augenzwinkernd. Im nächsten Monat nehmen sie an den Deutschen Meisterschaften in Hannover teil. Neulinge wie Gabriel treten dort gegen alte Hasen an. „Heute Abend traue ich mich und singe“, sagte Herwig Schmidt. Nach der Pause gab der Musiker sein Debüt vor Publikum. „Bisher habe ich mich hinter meiner Musik versteckt. Peter Jaster vom Team der LokalARTisten hat mich ermutigt, hier aufzutreten.“ Mit seinen tiefgründigen Balladen und energiegeladenen Songs erntete er viel Applaus. Am 30. September gibt er im Jugendzentrum Espelkamp sein erstes Konzert. „Jetzt gibt’s Action“, kündigte Kim Jaster an. Rene Tietzer zeigte Verteidigungstechniken des Ninjutsu. „Eine Kampfkunst, kein Kampfsport. In dieser Sportart verteidigen wir uns selbst, ohne dem Angreifenden Schaden zuzufügen“, erläuterte er. Isaac Ahenkorah traute sich, den Angreifer zu mimen. Rene Tietzer, der auch als Trainer beim TuS Vlotho lehrt, zeigte und erläuterte Techniken. „Kims Gospel Choir“ riss als letzter Programmpunkt die Zuschauer mit. Gemeinsam mit ihren Freundinnen Wendy King und Deborah Asiedu sang Kim Jaster Gospelsongs. Mit stehenden Ovationen verabschiedeten die Zuschauer die Künstler, die zum Abschluss alle gemeinsam auf die Bühne kamen. Wer bei der nächsten Show am 10. November sein Talent zeigen möchte, kann sich über die Webseite der Druckerei bewerben. www.dbbo.de

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