Legendär: Mit dem Album „Monarchie und Alltag" setzten „Fehlfarben" einen musikalischen Meilenstein. - © Foto: Roland Bertram
Legendär: Mit dem Album „Monarchie und Alltag" setzten „Fehlfarben" einen musikalischen Meilenstein. | © Foto: Roland Bertram

Stemwede „Fehlfarben“ auf der Waldbühne

Stemweder Open-Air-Festival: 41 Jahre Rockmusik im Zeichen der Kuh. Kultband der 80er singt nicht nur „Es geht voran“

Kreis Minden-Lübbecke (nw). Alle Jahre wieder lädt das „Umsonst & Draußen-Urgestein" im Zeichen der Kuh zum Stelldichein. Bereits zum 41. Mal gibt es jetzt das Stemweder Open-Air-Festival in Stemwede-Haldem. 1976 aus der Taufe gehoben, wird dieses Jahr am 18. und 19. August gefeiert. Neben der Musik auf zwei Bühnen hat sich das muntere Treiben auf dem Festivalgelände in seiner lebhaften Festivalkultur zu einer Hauptattraktion des Events entwickelt. Das Ganze wird dann auch regelmäßig bestens vertont, denn schon in der Vergangenheit bewiesen die Veranstalter Geschmack und Vorausblick. Konnte man doch Bands wie Sportfreunde Stiller, Beatsteaks, Donots, La Vela Puerca, Jupiter Jones, Slime oder Annen-May-Kantereit in Stemwede erleben. Die Vorbereitungen für das diesjährige Festival laufen und die Abteilung Booking hat ihre Hausaufgaben gemacht. Neben einer bunten Mischung aus Indie, Ska, Rock, Punk und allem was sonst noch gefällt, stehen auch dieses Jahr wieder einige Highlights auf der Bühne. Als Headliner spielen dieses Jahr „Fehlfarben". Daneben können sich die Besucher auf „Nosliw", den bis dato erfolgreichsten deutschen Reggae-Sänger freuen, der nach 16 Jahren auf Abschiedstournee geht. Auch spielen „Peter And The Test Tube Babies", die britische Punkrock-Legende, die bereits seit 39 Jahren auf der Bühne stehen. Mit dabei „Useless ID", die beweisen, das sie nicht nur als Support der „Toten Hosen" die Massen begeistern und „Vladi Wostok", die Erfinder des Ruski Surf. „Fehlfarben" brachten 1980 mit dem Album „Monarchie und Alltag" einen Giganten der deutschen Popgeschichte auf den Markt. Nicht umsonst landete das Album auf der Rolling Stone-Liste „die 50 besten deutschen Alben aller Zeiten". Ohne diese Platte wäre eine musikalische Bewegung wie die Hamburger Schule in den 90er Jahren nicht möglich gewesen. Dank ihres Hits „Es geht voran" wurden „Fehlfarben" einer breiten Masse bekannt, aber zum Leidwesen für die Band gerne der Neuen Deutsche Welle zugeschrieben. Das „Monarchie und Alltag" deutlich mehr als NDW bedeutet, werden „Fehlfarben" beweisen.

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