Hatten 2012 ihren Spaß: Die Freundinnen Laura Munoz-Brosig und Vera Wollschläger genossen die Fahrt in der Wildwasserbahn sichtlich. - © Johannes Wöpkemeier
Hatten 2012 ihren Spaß: Die Freundinnen Laura Munoz-Brosig und Vera Wollschläger genossen die Fahrt in der Wildwasserbahn sichtlich. | © Johannes Wöpkemeier

Löhne/Bad Oeynhausen Aqua Magica Park: Heimspiel für die Wildwasserbahn

Die Bad Oeynhausener Schaustellerfamilien Meyer und Steiger bauen ihr großes Fahrgeschäft auf dem Gartenschaugelände auf. Himmelfahrt soll der Betrieb starten

Löhne/Bad Oeynhausen. Thomas Meyer steuert den sechsachsigen Sattelschlepper routiniert über die Pflasterfläche. Rechts neben dem Haupteingang zum Aqua Magica Park setzt der Schausteller Container Nummer drei ab. Zu erkennen ist noch nicht, was hier Stück für Stück zusammengefügt wird. Schließlich warten noch 37 weitere große Container mit Gerät auf ihre Montage, bis die Wildwasserbahn fertig ist. Nächste Woche Donnerstag, den die einen als Himmelfahrtstag, die anderen als Vatertag feiern, soll die Bahn starten. Es ist das vierte Heimspiel der Wildwasserbahn auf dem Gartenschaugelände. Die Bad Oeynhausener Schaustellerfamilien Meyer und Steiger hatten die raumgreifende Wasserbahn 2004, 2008 und 2012 im magischen Wasserland aufgebaut. Dass die Bad Oeynhausener ihre Bahn nun erneut in der Heimat in Betrieb nehmen, ist dem Bad Oeynhausener Bürgermeister und einer Lücke im Schaustellerkalender zu verdanken. „Bürgermeister Achim Wilmsmeier hatte in einem Gespräch die Frage aufgeworfen, was man denn für Stadt und Region tun könne", berichtet Meyer. Und Wilmsmeier ließ es offenbar nicht bei einer Anfrage. „Er war da sehr beharrlich", sagt Meyer. „Und zufällig ergab sich nun eine Lücke", erklärt der Schausteller. Bis zum 1. Mai war die Wasserbahn auf dem Kölner Frühlingsfest, im Juni geht’s nach Hannover. Und zwischendurch, so erkannte Meyer, wäre ein Zwischenstopp in Bad Oeynhausen drin. Doch so einfach war es nicht mit einem spontanen Entschluss. Denn vom 3. bis 5. Juni ist Pfingstmarkt auf dem ehemaligen Gartenschaugelände. Und mit einem Teil der Marktbeschicker musste erst geklärt werden, ob sie ihre Stände woanders als geplant aufbauen können. Dabei ging es nicht nur um den Platz für die Wasserbahn, sondern auch um Meyers Biergarten. „Den brauchen wir, der gehört zur wirtschaftlichen Gesamtkalkulation", begründet Meyer. Am Mittwoch habe er mit den Verantwortlichen der Aqua Magica und des Pfingstmarktes zusammengesessen und die Sache geklärt, so Meyer. Danach ging der Schausteller unmittelbar an den Aufbau. Einen Teil der Gerätschaften hatte Meyer schon auf und an dem Gartenschaugelände gelagert. Zehn Container stehen noch auf dem Betriebsgelände von Meyer/Steiger im Mönichhusen bereit. Der Rest wird in den nächsten Tagen direkt von Köln zur Aqua Magica gebracht. Der Aufwand für diesen Zwischenstopp ist erheblich. „Aber wir sind mit unserer Bahn ja auch gern mal zu Hause", sagt Meyer. Acht Tage brauchen Meyer und seine sechs Mitarbeiter, um die Bahn aufzubauen. Bis zum Himmelfahrtstag, dem 25. Mai, soll alles fertig sein. „Dann starten wir", sagt Meyer. Freitags, samstags und sonntags soll dann die Wildwasserbahn zur feuchtfröhlichen Fahrt einladen – bis zum 11. Juni. Dann wird wieder abgebaut. Und das ganze Gerödel rollt nach Hannover – zum größten Schützenfest der Welt.

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