Die Hände zum Himmel: Kerstin Ott tanzt schon gegen kurz vor zehn zu den Songs von DJ Tak im „New Orleans“. FOTOS: WÖPKEMEIER - © Johannes Wöpkemeier
Die Hände zum Himmel: Kerstin Ott tanzt schon gegen kurz vor zehn zu den Songs von DJ Tak im „New Orleans“. FOTOS: WÖPKEMEIER | © Johannes Wöpkemeier

Bad Oeynhausen DJ-Night: Warten auf die Partystimmung

Bei der zweiten Auflage kommen weniger Besucher als vor zwei Jahren. Während das Cult frühzeitig die Türen schließt, feiern die Gäste in New Orleans, Casablanca und Eisbar bis in den frühen Morgenstunden

Johannes Wöpkemeier

Bad Oeynhausen. Jetzt hat’s geklappt: Bei der ersten DJ-Night vor zwei Jahren kamen Konstanze Fernandez-Voß und Ralf Boser nicht in den Genuss der Schlager-Songs im Bayernglück. „Es war zu voll", erinnern sich die Beiden zurück. Bei der zweiten Auflage am Samstagabend gab es dagegen keine Probleme. Im Gegenteil. Einzig in der Eisbar und im New Orleans sorgen die DJ’s für eine vollere Tanzfläche. In fast allen acht restlichen Kneipen wollte auch zu später Stunde nicht wirklich Partystimmung aufkommen. Dabei ist das Prinzip einfach. In zehn Kneipen legen zehn DJ’s auf. Von aktuellen Liedern aus den Charts über Rock- und Pop-Songs aus den 80er und 90er Jahren bis hin zu Funk und Soul – für jeden Musikgeschmack hatte das Organisationsteam um Björn Birkefeld einen passenden DJ gebucht. Eisbar ist die besucherstärkste Bar Während bei der ersten Auflage vor zwei Jahren Songs von Helene Fischer und Maite Kelly im Bayernglück für eine volle Tanzfläche sorgten, kann bei der zweiten Auflage DJ Casi alias Carsten Buchholz erst zu später Stunde ein paar Feierlustige zum Tanzen animieren. Da sind Konstanze Fernandez-Voß und Ralf Boser schon weiter in die Eisbar gezogen. Die Kneipe im Lenné -Karree war der besucherstärkste Veranstaltungsort.Das mag vor allem an der tollen Akustik und der guten Musikauswahl von DJ Scotty alias Scott Leigh gelegen haben. Der spielte R&B-Songs von Luther Vandross und Alexander O’Neal und legte Soul-Musik der amerikanischen Band „Earth, wind and fire" auf. Sehr zur Freude von Reinhard Korsmeier und Irmgard Schomburg. Auch wenn sie kurz vor der Eisbar frische Luft schnappen, wenig später schwingen sie wieder das Tanzbein. So wie auch Andreas Bäumler und Marika Jehal. Direkt neben der Eisbar, im New Orleans, tanzen sie wild zu den Klängen von David Guetta. Je später der Abend wird, desto mehr füllt sich auch im New Orleans – ähnlich wie in der Eisbar – die Tanzfläche vor dem DJ-Duo Mango Maniax. Hinter dem skurrilen Künstlernamen stecken die beiden Freunde DJ Jaxcques alias Jacques Vowe und DJ Tak alias Heiko Dräger. Punkrock fürs Stammpublikum Währenddessen herrscht im Spree-Engel gähnende Leere. Schon gegen kurz nach halb zwölf werden hier die ersten Gläser weggeräumt. Enttäuscht zeigt sich Inhaberin Julia Janke: „In Bad Oeynhausen ist eine solche Veranstaltung nicht möglich. Das ist sehr schade", sagt sie. Thomas Schenk und seine Freunde sind zu diesem Zeitpunkt fast die einzigen Gäste. Trotzdem genießen sie ihren Drink. „Die Stimmung kommt bestimmt noch später auf", ist er sich sicher. Nicht so im Cult an der Klosterstraße. Denn da werden um kurz nach halb eins alle Türen abgeschlossen. Zur gleichen Zeit startet DJ Götz im Black Sabbath erst richtig los. Mit Punk, Punkrock und Deutschrock begeistert er vor allem das Stammpublikum. Ähnlich wie im Amarillo. Dort legt DJ Jannik mit einem Musikmix von A bis Z auf. Clubsound und aktuelle Hits legt DJ Plan A im Casablanca auf, der schon häufiger zu Gast war und sich entsprechend gut auskannte. So wie DJ Sören. Der Experte für Black-, R’n’B, Raggae- und Dancehall-Musik sorgte für Partystimmung im jüngsten Kind des Bad Oeynhausener Nachtlebens, der Esco-Bar. Die Bar Nr. 5 entwickelte sich dank DJ Select zu einem echten Club. Trotz der vereinzelten Kritik der Gäste zieht Mitorganisator Björn Birkefeld ein positives Fazit. „Ich bin zufrieden. Auch wenn etwas weniger Karten als bei der ersten DJ-Night verkauft wurden, gab es eine super Party." Und stellt klar: „Es wird wieder eine DJ-Night geben. Vielleicht sogar noch in diesem Jahr."

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