Laternenumzug der beiden Schulstandorte Wichern und Lohe: Leoni (7), Ina (12) als Gast, Christian (7) und Laura (7) mit ihren Laternen. Im Hintergrund sind Schulleiter Sebastian Plöger sowie die beiden Fördervereinsvorsitzenden Kirsten Golombek (Lohe) und Michael Maag (Wichern) zu sehen. Organisiert wird das gemeinsame Fest von den beiden Fördervereinen. Foto: Marten Siegmann - © Marten Siegmann
Laternenumzug der beiden Schulstandorte Wichern und Lohe: Leoni (7), Ina (12) als Gast, Christian (7) und Laura (7) mit ihren Laternen. Im Hintergrund sind Schulleiter Sebastian Plöger sowie die beiden Fördervereinsvorsitzenden Kirsten Golombek (Lohe) und Michael Maag (Wichern) zu sehen. Organisiert wird das gemeinsame Fest von den beiden Fördervereinen. Foto: Marten Siegmann | © Marten Siegmann

Bad Oeynhausen Fördervereine sorgen für den Wohlfühlfaktor

Engagierte Eltern und Sponsoren sorgen unter anderem für Feste oder Spielgeräte für den Pausenhof

Nicole Bliesener

Bad Oeynhausen. Stadt, Land, Förderverein. Für die Ausstattung und die Unterhaltung der Schulgebäude ist die Stadt zuständig. Das Land stellt die Lehrer ein. Und die Fördervereine sorgen mit Hilfe von Sponsoren für den Wohlfühlfaktor an den Schulen. Doch trotz dieser an sich heimeligen Aufgabe plagen die Schulfördervereine Personalsorgen. „Die Zahl unserer passiven Mitglieder ist beachtlich, doch helfende Hände sind rar", sagt Kirsten Golombek, Vorsitzende des Fördervereins des Standorts Lohe. So sieht es auch Fördervereinskollege Michael Maag. Maag sucht ebenfalls händeringend mehr Mitstreiter. Er ist seit Jahren Vorsitzender des Fördervereins des Schulstandorts Wichern. „Meine Kinder sind schon längst nicht mehr dort", sagt er und schmunzelt. Die Älteste macht im nächsten Jahr Abitur und die beiden Söhne gehen in die neunte Klasse. Nur der Vater ist der Grundschule treu geblieben – als Vorsitzender des Fördervereins, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Obwohl Lohe und Wichern seit 2010 einen Verbund bilden, haben die Fördervereine bislang auf einen Zusammenschluss verzichtet. Es sei leichter Sponsoren für Projekte zu gewinnen, wenn das Geld sozusagen im Ort bliebe, sind sich die beiden Vorsitzenden einig. Diese Erfahrung hat auch Friedrich Engelke. Der ist Vorsitzender des Fördervereins der Grundschule Volmerdingsen. Und die bildet seit dem Schuljahr 2012/13 mit Dehme zusammen den Verbund Weser und Wiehen. „Ein Bedürfnis nach intensiver Zusammenarbeit gibt es zwischen den beiden Fördervereinen auch gar nicht", sagt Engelke. Das schulische Leben sei an jedem Standort ein eigenes. „Kinder, Eltern und auch Sponsoren identifizieren sich mit ihrer Grundschule und nicht mit dem Verbund", sagt Friedrich Engelke. Die wenigen aktiven Mitglieder der Fördervereine arbeiten im Verborgenen, doch mit sichtbaren – manchmal sogar großen und bunten – Ergebnissen. Denn ohne das Engagement der Fördervereinsmitglieder gebe es keinen Niedrigseilgarten in Wichern und auf der Lohe und keine Spielgeräte auf dem Volmser Schulhof. „Wir organisieren das Einschulungsfest, das Laternenfest, haben zusätzliche Spielgeräte für die Pausen und den offenen Ganztag angeschafft", zählt Kirsten Golombek auf. Auch die Ausstattung mit Computern der drei Schulen geht auf das Engagement der Fördervereine zurück. Mitglieder der Fördervereine kümmern sich auch um Projekte zur Schulverschönerung. – Klassenräume und Schulflure wurden gestrichen, zudem jeder Klassenraum mit einem CD-Spieler ausgestattet. In Volmerdingsen hat der Förderverein ein Vordach für das Buswartehäuschen bauen lassen, damit die wartenden Kinder nicht im Regen stehen müssen. „Außerdem unterstützen wir Eltern mit Zuschüssen zu Klassenfahrten und Ausflügen", fügt Engelke hinzu. „So haben wir ein Preisniveau, das für alle erträglich ist. Die Fahrten werden gut angenommen, alle Kinder kommen mit." Neben ihrem Einsatz für den Schulstandort verbindet die drei Vorsitzenden ein Wunsch: „Es wäre schön, wenn sich mehr Eltern einbringen, wenn sich die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt. Eine breitere Basis bedeutet auch mehr Kontakte zu möglichen Sponsoren und Unterstützern", fasst Michael Maag vom Förderverein der Wichern-Schule zusammen.

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