Sichtlich erfreut: Die Bewohner sowie die Leitung des Autistenwohnheims Spatzenberg freuen sich über die Spende der französischen Delegation des Partnerschaftsrings Bad Oeynhausen. - © Jona Köhring
Sichtlich erfreut: Die Bewohner sowie die Leitung des Autistenwohnheims Spatzenberg freuen sich über die Spende der französischen Delegation des Partnerschaftsrings Bad Oeynhausen. | © Jona Köhring

Löhne Gäste aus Fismes spenden an den Spatzenberg

Unterstützung: Die Französische Delegation aus Bad Oeynhausens Partnerstadt überreicht dem Autistenwohnheim Spatzenberg eine Summe in Höhe von 1.880 Euro

Jona Köhring

Löhne. Baguette, Quiche und Champagner. Nicht unbedingt das, was man auf einem hiesigen Weihnachtsmarkt erwartet. Offensichtlich aber etwas, was gut ankommt. 1.880 Euro sind beim Verkauf der Waren auf dem Eidinghausener Weihnachtsmarkt zusammengekommen. Auch in diesem Jahr verkaufte eine Delegation aus Bad Oeynhausens Partnerstadt Fismes französische Spezialitäten. Die Einnahmen wurden wieder dem Wohnheim Spatzenberg gespendet. Seit 16 Jahren gibt es diese Unterstützung, die frühkindlichen Autisten kleinere Wünsche erfüllt nun schon. 23.360 Euro sind in dieser Zeit zusammengekommen und haben beispielsweise behindertengerechte Schubkarren für die Bewohner des Wohnheims ermöglicht. Im Garten soll auch das Geld aus diesem Jahr angelegt werden. Ein spezielles Gartenhaus auf der Grünanlage ist in Planung. "Solche Anschaffungen wären ohne Unterstützung nicht möglich", sagt Christine Dittrich, Einrichtungsleiterin. Zwei Tage standen die Gäste aus der französischen Stadt Fismes dafür in der Kälte und verkauften ihre Waren. Fismes ist eine der Partnerstädte von Bad Oeynhausen. "Wir übergeben das Geld mit Freude", darin ist sich die französische Delegation einig. Mit Freude annehmen können es auch Einrichtungsleitung und Bewohner. "Wir sind sehr glücklich über diese Unterstützung", sagt Dittrich. Die Gäste engagieren sich auch in ihrer Heimat. Auf dem Weihnachtsmarkt in Fismes werden Glühwein, Bier und Stollen verkauft. Auch dort sollen soziale Einrichtungen unterstützt werden. Seit 17 Jahren gibt es das Wohnheim Spatzenberg, das von der AWO-OWL getragen wird. 29 Bewohnerinnen und Bewohner werden dort von über 70 Mitarbeitern betreut. "Auf Initiative von Eltern wurde die Einrichtung gegründet", sagt Christine Dittrich. Damals sei das Problem gewesen, dass die besonderen Ansprüche von Autisten in großen Einrichtungen nicht berücksichtigt worden seien. "Sie brauchen zum Beispiel ein Einzelzimmer als ganz wichtigen Rückzugsort."

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