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Bad Oeynhausen Beiräte machen sich stark fürs Mehrgenerationenhaus

Projekt der Johanniter: Vertreter von Senioren und Behinderten begrüßen die Pläne für die Weserstraße. Am Mittwoch steht das Thema auf der Tagesordnung des Hauptausschusses

Jörg Stuke

Bad Oeynhausen. Der Plan der Johanniter Unfallhilfe, an der Weserstraße ein Mehrgenerationenhaus zu bauen, ist aus Sicht von Behinderten- und Seniorenbeirat uneingeschränkt zu begrüßen. Die Beiräte haben sich in einer gemeinsamen Sitzung eingehend über das Vorhaben informieren lassen und danach einstimmig den Beschluss gefasst, dem Rat die notwendigen Schritte zur Umsetzung zu empfehlen. Am Mittwoch wird das Thema erneut im Hauptausschuss beraten, nachdem der Rat in seiner jüngsten Sitzung eine Entscheidung vertagt hatte. Zu dünn seien noch die Informationen, hatte der Stadtrat bemängelt. „Seit mehreren Jahren sind wir bemüht, einen Treffpunkt für Senioren in Bad Oeynhausen zu finden", sagt Manfred Kreylos. Vorsitzender des Seniorenbeirats. Das Mehrgenerationenhaus der Johanniter könnte nun ein solcher Anlaufpunkt für Senioren, aber auch für Menschen mit Behinderung aller Altersstufen werden, so betont auch Brigitta Bonitz vom Behindertenbeirat. Dass die Johanniter dabei auch eine integrative Kindertagesstätte mitplanen, sehen die Beiräte ebenfalls als sehr positiv. Die Johanniter wollen sich an dem bundesweiten Projekt Mehrgenerationenhaus beteiligen. Dafür sind ihnen bereits 30.000 Euro Bundes-Fördermittel für vier Jahre zugesichert. Voraussetzung aber ist, dass sich auch die Stadt mit jährlich 10.000 Euro beteiligt (die NW berichtete). „Solch ein Zentrum trägt dazu bei, Gemeinschaft zu schaffen, die Menschen miteinander ins Gespräch zu bringen", sagt York Dick vom Seniorenbeirat. Da das Projekt zum Beginn 2017 schon an den Start gehen muss, damit es gefördert wird, wollen die Johanniter das Mehrgenerationenhaus zunächst in einem Gebäude an der Portastraße beginnen, dann aber an der Weserstraße einen Neubau dafür planen. Der Standort Weserstraße ist aus Sicht der Beiräte ideal. „Er ist gut mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen", sagt Kreylos. „Es gibt keinen zentraleren Standort, der zur Verfügung stünde", sagt auch York Dick. Für Manfred Kreylos wäre das Mehrgenerationenhaus an der Weserstraße sogar nur ein erster Schritt. „Im Norden der Stadt brauchten wir auch noch solch einen Treffpunkt." Die Sitzung des Hauptausschusses ist öffentlich und beginnt am Mittwoch, 30. November, um 18 Uhr im Ratssaal.

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