Neue Kooperation: Christian Grube (HdiAQ gGmbH, v. l.), Bernd Steinmann (Schulleiter der Berufskollegs im IZF), Martina Wennemann (Leiterin des DAA-Zweigstellenverbunds Westfalen) und Bernd Kriete (Vorstand der Fennel-Stiftung). Fotos: Marten Siegmann - © Marten Siegmann
Neue Kooperation: Christian Grube (HdiAQ gGmbH, v. l.), Bernd Steinmann (Schulleiter der Berufskollegs im IZF), Martina Wennemann (Leiterin des DAA-Zweigstellenverbunds Westfalen) und Bernd Kriete (Vorstand der Fennel-Stiftung). Fotos: Marten Siegmann | © Marten Siegmann

Bad Oeynhausen Neuer Träger übernimmt Bildungsarbeit im IZF

Umstrukturierung: Die Deutsche Angestellten-Akademie übernimmt die operativen Aktivitäten von der „IZF gemeinnützige Bildungsgesellschaft“ und vom „Haus der innovativen Bildung“

Marten Siegmann

Bad Oeynhausen. Dass etwas passieren musste, sagt Bernd Kriete vom Vorstand der Fennel-Stiftung, sei schon im vergangenen Jahr klar gewesen. Jetzt folgten Taten: Zum 1. Oktober hat die Deutsche Angestellten-Akademie (DAA) die Bildungsarbeit im Innovationszentrum Fennel (IZF) übernommen. Ein notwendiger Schritt, so Kriete. Denn immer größer würde der Bildungsmarkt, den sich vornehmlich einige wenige große Anbieter teilen. „Man braucht eine gewisse Größe, um wirtschaftlich arbeiten zu können", sagt Kriete. Mit der Kapazität des derzeitigen Teams sei das nicht mehr möglich gewesen. Neun Vollzeit- und sechs Teilzeitkräfte beschäftigt das Haus der innovativen Ausbildung und Qualifizierung (HdiAQ) derzeit, acht Vollzeitkräfte sind es bei der „IZF Gemeinnützige Bildungsgesellschaft mbH". „Die Mitarbeiter gehen über in die DAA-Familie", so Kriete. Und: „Die Fennel-Stiftung bleibt weiterhin bestehen, wird weiterhin ihre Ziele verfolgen." Auch bleibt sie Eigentümerin des IZF-Gebäudes an der Buddestraße. „Durch den Zukauf haben wir uns breiter aufgestellt" Die DAA wird Pächter der Gebäudeflächen für Ausbildung, Umschulung und Qualifizierung, das Inventar inklusive der beiden Werkstätten geht in ihren Besitz über. 3.500 Mitarbeiter beschäftigt die DAA derzeit bundesweit an 300 Standorten, rund 170 Mitarbeiter sind es im Zweigstellenverbund Westfalen, der seinen Sitz in Bielefeld hat. „Wir haben mit mehreren potenziellen Partnern verhandelt", sagt Kriete. „Uns war es wichtig, dass das, was hier aufgebaut wurde, erhalten bleibt. Die DAA und wir haben die gleiche Philosophie und Zielsetzung." Auch ein Ausbau des Angebots, so Kriete, sei unter dem neuen Träger denkbar. „Durch den Zukauf haben wir uns bereiter aufgestellt – vor allem in Hinblick auf den gewerblich-technischen Bereich", sagt Martina Wennemann, Leiterin des DAA-Zweigstellenverbunds Westfalen, der OWL, das Münsterland und das Ruhrgebiet umfasst. Bernd Steinmann soll in Zukunft das Berufskolleg im IZF leiten, seit 2012 bis zuletzt stand er an der Spitze des Berufskollegs am Wilhelmsplatz in Herford. Rund 150 angehende Industriemechaniker und Maschinen- und Anlagenführer aus 20 verschiedenen Nationen besuchen derzeit die Ausbildungs-Angebote im IZF, etwa ein Drittel von ihnen im Rahmen einer Umschulung. „Auch kaufmännische Bildungsgänge könnten in Zukunft möglich sein", sagt Steinmann. Darüber hinaus sollen auch die Angebote zur Integration weiter gefördert werden – Deutschkurse und Coachings inklusive.

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