Das Unfallfahrzeug: Das Dach des Opel Meriva musste abgetrennt werden, um die Verletzten bergen zu können. - © Dirk Windmöller
Das Unfallfahrzeug: Das Dach des Opel Meriva musste abgetrennt werden, um die Verletzten bergen zu können. | © Dirk Windmöller

Löhne Frau bei Unfall auf der A30 lebensgefährlich verletzt

68 Jahre alter Fahrer verliert die Kontrolle über seinen Opel. Die Feuerwehr musste den Wagen für die Bergung der Verletzten aufschneiden

Dirk Windmöller

Löhne. Auf der Autobahn A 30 kam es am Donnerstag gegen 12.30 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall. Dabei wurde eine 59 Jahre alte Frau aus der Stadt Thuine (Kreis Lingen, Emsland) lebensgefährlich verletzt. Sie war Beifahrerin im Opel eines 68 Jahre alten Mannes und in Richtung Hannover unterwegs. Etwa 500 Meter vor der Mc-Donald's-Kreuzung in Löhne verlor er nach Angaben der Polizei die Kontrolle über seinen Pkw. Er fuhr über drei Fahrspuren auch über die Gegenfahrbahn, prallte gegen einen Baum und rutschte eine Böschung herunter. Die Retter mussten im Wrack des Autos um das Leben der Frau kämpfen. "Die Frau ist lebensgefährlich verletzt", sagte Einsatzleiter Dennis Theiling von der Feuerwehr Bad Oeynhausen. Der 68 Jahre alte Fahrer des Opel Meriva wurde ebenfalls schwer verletzt, aber nicht lebensgefährlich. Zahlreiche Retter bahnten sich den Weg die Böschung hinunter zu dem Unfallwagen. Sie mussten das Wagendach aufschneiden, bevor sie mit der Behandlung der Verletzten beginnen konnten. "Das waren schwierige Bedingungen. Auch, weil der Boden gefroren ist", so Theiling. Warum der Fahrer die Kontrolle über den Opel Meriva verloren hat, ist laut Polizei völlig unklar. Fest steht, dass der Wagen auf der A 30 in Fahrtrichtung Hannover unterwegs war. "Das Problem ist, dass es keine Zeugen gibt. Wir können uns nur an den Spuren orientieren", sagte Björn Lüttke von der Autobahnpolizei. Weitere Fahrzeuge waren an dem Unfall nicht beteiligt. Da war sicherlich viel Glück im Spiel, dass auf der stark befahrenen Straße kein anderes Fahrzeug gerammt wurde. Die Autobahn war bis gegen 15 Uhr in Fahrtrichtung Osnabrück gesperrt. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Polizei leitete die Autofahrer, die von der A 2 kamen, in die Dehmer Straße um. Diejenigen, die weiter in Richtung Löhne/Osnabrück fahren wollten, mussten sich den weiteren Weg bis zur Auffahrt Gohfeld suchen. Dort konnten sie dann wieder auf die A 30 fahren. Die Bergung des Unfallwagens gestaltete sich schwierig. Er musste mit einer Seilwinde die Böschung hochgezogen werden. Im Einsatz waren ausschließlich Kräfte der Feuerwehr Bad Oeynhausen. Dabei wurden die Männer der hauptamtliche Wache von der Freiwilligen Feuerwehr Oberbecksen unterstützt. Die Polizei Herford sucht nach Zeugen, die Unfall beobachtet haben. "Das wäre für unsere Ermittlungen sehr hilfreich", so Polizeisprecher Uwe Maser. Anrufe unter Tel. (0 52 21) 88 80. Im Umfeld der McDonald's-Kreuzung kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Nach Einschätzung von Fachleuten ist der Übergang von der Autobahn in die Kanalstraße ein Gefahrenpunkt. Zu einem der spektakulärsten Unfälle der letzten Jahren kam es im Oktober 2009 nur wenige Meter entfernt. Damals wurden bei einem Zusammenstoß auf der McDonalds?s-Kreuzung fünf Menschen schwer verletzt.

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