Urkunden: Mit den Siegern freuen sich Bürgermeister Achim Wilmsmeier (3. v. hinten l. ) und Wolfram Schlingmann (3. v. vorne r.). - © Dennis Rüter
Urkunden: Mit den Siegern freuen sich Bürgermeister Achim Wilmsmeier (3. v. hinten l. ) und Wolfram Schlingmann (3. v. vorne r.). | © Dennis Rüter

Bad Oeynhausen Schüler helfen dem Klima und dem Kämmerer

Preisverleihung: Zum 16. Mal zeichnet die Stadt ihre Schulen für das Energiesparen aus. Die Schüler erwirtschaften durch vielfältige Projekte jährlich 360.000 Euro

Dennis Rüter

Bad Oeynhausen. Die Stadt Bad Oeynhausen hat Schulen ausgezeichnet, die sich ums Energiesparen verdient gemacht haben. Die Preisverleihung fand im Energie-Forum-Innovation statt. Die Stadt führt damit ihr Projekt E.I.S. – Energiesparen in Schulen – im 16. Jahr fort. „Damit hat zum Start des Projektes keiner gerechnet", sagte Bürgermeister Achim Wilmsmeier (SPD). Der Stadtrat habe das Projekt fünfmal verlängert, immer einstimmig. Er lobte die Schulen: „Für ihr nachhaltiges Wirken, für ihr Energiesparen meinen herzlichsten Dank." Zu den ausgezeichneten Schulen zählt die Grundschule Altstadt für den Bau einer Photovoltaik-Anlage und Lehrerfortbildung „Die Energiewerkstatt". Die Bernart-Schule machte sich durch ihre Licht- und Lüftungsanlage und die Gestaltung eines Photovoltaik-Displays verdient. Und die Realschule im Schulzentrum Nord zeigte sich als Klimaschutz- und Klimamodellschule mit dem Bobby Car Solar Cup von der kreativen Seite. „Die Energiewende in Deutschland besteht nicht nur daraus, Atomkraftwerke abzuschalten. Sondern auch aus Energiesparen", erklärte Dieter Kaiser, Geschäftsführer der Westfalen Weser Netz GmbH. Dies bedeute auch, dass manche Eltern darüber nachdenken sollten, ihre Kinder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule fahren zu lassen, statt sie mit dem eigenen Auto zu bringen. Wolfram Schlingmann, Energieberater der Stadt, stellte die Ergebnisse der Bemühungen vor: „Wir sind mit fünfzehn Litern Heizölverbrauch pro Quadratmeter Gebäudefläche gestartet und inzwischen bei acht." Dadurch spare die Stadt etwa 360.000 Euro jährlich. Die Schulen wiederum hätten im Schuljahr 2014/15 zusammen 21.000 Euro weniger für Energie ausgeben müssen. Davon müssten sie 40 Prozent in neue Sparprojekte investieren, während ihnen 30 Prozent zur freien Verfügung stünden. Der Rest fließe dem Haushalt der Stadt zu. Für ihre Bemühungen im Klimaschutz hatte die Stadt Bad Oeynhausen im letzten November den European Energy Award vom NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) erhalten.

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