Ein Magnetresonanztomograph (MRT), im Bild das Gerät einer anderen Klinik, sorgte am Dienstagabend für einen Großeinsatz der Feuerwehr. - © dpa
Ein Magnetresonanztomograph (MRT), im Bild das Gerät einer anderen Klinik, sorgte am Dienstagabend für einen Großeinsatz der Feuerwehr. | © dpa

Bad Oeynhausen Großalarm im Herzzentrum

Feuerwehr: Durch die Sicherheitsabschaltung eines Diagnosegerätes kommt es zu einem lauten Knall und weißer Rauchentwicklung im Innenhof der Klinik. Mehrere Löschgruppen rücken an.

Franz Purucker

Bad Oeynhausen. Zu einem Großalarm rückten am Dienstagabend die Feuerwehren von Bad Oeynhausen aus. Eine Schwester der kardiologischen Station meldet gegen 20 Uhr nach einem lauten Knall eine Rauchentwicklung im Innenhof des Herz- und Diabeteszentrums (HDZ). Gemäß des Alarmstichwortes „Feuer in einem Pflegeheim“ rücken neben den hauptamtlichen Kräften die Löschgruppen Oeynhausen, Lohe, Oberbecksen, Rehme und Dehme an. „Die halbe Feuerwehr von Bad Oeynhausens war im Einsatz. Wir mussten mit dem Schlimmsten rechnen“, erklärt Falk Ueckermann, Leiter der Feuerwache. Mit Atemschutzgeräten ausgestattet, macht sich ein Trupp auf den Weg in den betroffenen Gebäudekomplex und versucht mit einem speziellen Gasmessgerät die Explosionsgefahr zu beurteilen. „Das Gas hat zwar eine Sauerstoff-verdrängende Wirkung. Bei kontrolliertem Ablassen besteht jedoch keinerlei Gefahr“, erklärt der Feuerwehrchef. Anne Reiß, Pressesprecherin des HDZ, erklärt, dass der Knall durch eine Sicherheitsabschaltung des MRT-Gerätes ausgelöst wurde. Durch spezielle Quench-Rohre entweicht in diesen Fällen das zur Kühlung verwendete Helium und verpufft. MRT ist ein bildgebendes Diagnoseverfahren, das Schnittbilder vom Gewebe und Organen im Körper mittels der sogenannten Kernspintomographie ermöglicht. „Eine Gefahr bestand zu keiner Zeit“, bestätigt der Leiter der Feuerwehr: „Die Mitarbeiterin hat mit dem Anruf der Feuerwehr alles richtig gemacht.“ Warum das MRT-Gerät in den Abendstunden eine Sicherheitsabschaltung einleitete, muss jetzt ein Techniker der Herstellerfirma klären. Am Mittwoch konnten deshalb keine MRT-Untersuchungen durchgeführt werden. Nach Möglichkeiten werden Patienten mit einem CT-Gerät untersucht oder die Termine verlegt. Wie lange das Gerät außer Betrieb bleibt, konnte die Pressesprecherin noch nicht sagen.

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