Bad Oeynhausen "Löwe von Sindschar" war im Fronturlaub zuhause in Bad Oeynhausen

Familienoberhaupt Kasim Schescho berichtet über den Völkermord an den Jesiden und das Schicksal tausender vom IS versklavter Frauen

Bad Oeynhausen. Für einen Krieger sind 20 Tage Frieden eine kleine Ewigkeit und doch viel zu kurz. Was macht der "Löwe von Sindschar", der wichtigste Anführer der jesidischen Selbstverteidigungseinheiten gegen den Terror des Islamischen Staats (IS) im Nordirak, zuhause im nasskalten Bad Oeynhausen? Kasim Schescho lehnt sich zurück auf der Sofagarnitur im heimischen Wohnzimmer und so etwas wie ein Lächeln huscht über das Gesicht des 63 Jahre alten Familienoberhaupts. Die Antwort ist einfach und kompliziert zugleich. "Familie treffen", sagt Schescho auf Kurmandschi und sein Sohn Adnan übersetzt. Seine Familie lebt seit 25 Jahren in Deutschland, 17 davon in Bad Oeynhausen. Die Kindern wollten den Vater über Weihnachten und Neujahr zu hause sehen. Und der ist gekommen...

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