Salz hilft: Die städtischen Streufahrzeuge sorgen für Sicherheit auf glatten Straßen.Foto: NW - © www.f2-fotografie.de
Salz hilft: Die städtischen Streufahrzeuge sorgen für Sicherheit auf glatten Straßen.Foto: NW | © www.f2-fotografie.de

Bad Oeynhausen Winterdienst gut vorbereitet

Erster Schnee: Stadtwerke Bad Oeynhausen sorgen ab 5 Uhr morgens für freie Straßen in der Kurstadt. Auch die Bürger sind in der Pflicht

Franz Purucker

Bad Oeynhausen. Für die Fahrer des Winterdienstes in Bad Oeynhausen ist die Nacht kurz. Ab 5 Uhr morgens machen sie sich mit den Räumfahrzeugen vom Bauhof aus auf den Weg durchs Stadtgebiet, um Straßen und Gehwege von Eis und Schnee zu befreien. Rund zwei Stunden dauert es im Normalfall, um die Stadt frei zu bekommen, erklärt Klaus Meier, als Straßenmeister zuständig für den Winterdienst. Am aufwendigsten ist die Räumung der Fußwege, auf denen kleinere Fahrzeuge zum Einsatz kommen, die wiederum sehr lange benötigen. Auf den Schnee sind die Stadtwerke bereits seit Dezember eingerichtet. In einem Bereitschaftsplan ist festgelegt, welcher der 20 Mitarbeiter wann einspringen muss, wenn es zu Behinderungen auf den Straßen kommt. Probleme gibt es für den Winterdienst immer dann, wenn Autos den Räumfahrzeugen den Weg versperren. „Achten Sie beim Parken bitte darauf, dass wir noch durchkommen“, appelliert Meier an die Bürger. Probleme gibt es unter anderem am Wittekindshof. Keine Sorgen müssen sich die Stadtwerke um die Streusalzbestände machen. Von den eingelagerten 120 Tonnen sind auch nach dem kurzen Wintereinzug am Montag noch mehr als 80 Tonnen übrig. Der Winterdienst ist aber nicht nur Sache der Stadt. Auch die Bürger sind in der Pflicht, erklärt Klaus Meier weiter: Laut der Straßenreinigungssatzung müssen Anlieger werktags ab 7 Uhr, am Wochenende ab 9 Uhr, vor ihren eigenem Grundstück den Fußweg in einer Breite von 1,50 Meter frei schieben. Bei reinen Fußgängerwegen, an denen zwei Häuser angrenzen, ist jeder bis zur Mitte des Weges zuständig. Außer in bestimmten Ausnahmefällen, wie bei Eisregen, ist dabei der Einsatz von auftauenden Streusalz verboten. Den Schnee sollte man nicht auf die Straße schieben. Die Räumfahrzeuge schieben die weiße Pracht sonst auf den Gehweg oder in die Einfahrt zurück. Bei Mietwohnungen kann die Winterdienstpflicht auf die Mieter übertragen werden. Darauf weist die Verbraucherschutzzentrale NRW hin. Bei mehreren Mietern muss der Vermieter einen entsprechenden Plan aufstellen. Des weiteren muss die Räumpflicht des Mieters im Mietvertrag vereinbart werden. Rutscht ein Passant auf einem vereisten oder schneebedeckten Weg aus und verletzt sich, können Ersatzansprüche auf denjenigen zukommen, der die Streupflicht hatte. Alternativ kann der Vermieter aber auch eine Firma mit der Räumung beauftragen und die Kosten auf die Mieter umlegen. Die Räumpflicht gilt auch für Unternehmen und Behörden. Für städtische Grundstücke übernehmen die Stadtwerke diese Räumpflicht.

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