Holger Johannesmann (Technischer Leiter Lindhorst-Gruppe) bestückt das Rohr zur Grundsteinlegung auch mit einer NW.
Holger Johannesmann (Technischer Leiter Lindhorst-Gruppe) bestückt das Rohr zur Grundsteinlegung auch mit einer NW.

Bad Oeynhausen Ein Haus zum Wohlfühlen

Grundsteinlegung für Seniorenresidenz an der Weserstraße

Peter Steinert

Bad Oeynhausen. Otto Warmbold ist als Betreiber von Alten- und Pflegeheimen ein Mann vom Fach. Als solcher hat der Bad Oeynhausener geschaut, was die Lindhorstgruppe als Bauherr zusammen mit der Betreibergesellschaft Mediko bislang auf die Beine stellte. Warmbold war zufrieden: "Das sind richtige Wohlfühlhäuser." Und darauf darf sich nun auch Bad Oeynhausen freuen: Gestern war Grundsteinlegung für eine Seniorenresidenz an der Weserstraße. 88 Pflegeplätze in Einzelzimmern auf vier Ebenen und eine Wohnfläche von gut 4.000 Quadratmetern sind geplant. Die gesamte Grundstücksfläche hat 5.400 Quadratmeter inklusive direktem Zugang zur Oeynhausener Schweiz. "Mit der Fertigstellung rechnen wir im kommenden Herbst", sagt Holger Johannesmann (Technischer Leiter der Lindhorst-Gruppe). Schon im Frühjahr beginnen die Schulungen für das Pflegepersonal, das sich maßgeblich aus bisherigen Kräften der Warmbold-Altenheime zusammensetzt. Denn Betreiber Otto Warmbold erreicht im kommenden Jahr das Rentenalter und gibt seine bisherigen Standorte an der Portastraße sowie an der Moltkestraße auf (die NW berichtete). Warmbold: "Nicht nur das Personal, sondern auch die Bewohner werden übernommen." Deswegen das Interesse an der Lindhorstgruppe, zu der "von Anfang an die Chemie gestimmt hat", so Warmbold, der sich in seinem Entschluss zur Kooperation bestätigt sieht und die niedersächsische Unternehmens-Gruppe lobt: "Es geht nicht darum, einen Euro mehr zu verdienen. Sondern es geht um das Wohl der Menschen." Lob gab es auch von der stellvertretenden Bürgermeisterin Helke Nolte-Ernsting: "Das was hier an der Weserstraße entsteht ist etwas, was sich voll und ganz in den Gesundheitsstandort Bad Oeynhausen einfügt. Denn neben dem Herz- und Diabeteszentrum, den Akutkrankenhäusern und Rehakliniken sind unsere Seniorenheime für eine weit über die Region bekannte Kurstadt ein wichtiges und wie ich finde auch richtiges Standbein." Einst stand an dieser Stelle Bad Oeynhausens erstes Krankenhaus. Später war der Komplex an der Weserstraße als Schuhfabrik Schröder bekannt. Nach langem Leerstand rückten 2012 die Bagger an und rissen das Gebäude ab. Jetzt hat die Eigentümerfamilie Franke etwa zwei Drittel ihres 11.000 Quadratmeter großen Areals an die Lindhorst-Gruppe (Winsen/Aller) verkauft, die Investor ist und über das Tochterunternehmen Mediko Betreiber sein wird. Otto Warmbold kann sich mit gutem Gewissen in seine rheinische Heimat zurückziehen. Seit mehr als 30 Jahren war er in Bad Oeynhausen aktiv. Am 1. Januar 1986 hatte er das damalige Altenheim "Froese", ein ehemaliges Mädchenpensionat, an der Portastraße übernommen. Ein Jahr später kam das Haus in der Moltkestraße hinzu.

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