Geschafft: Phoebe Reese vom IKG hat den NRW-Entscheid gewonnen und fährt nun zum Bundesfinale nach Berlin. Foto: Bliesener - © f
Geschafft: Phoebe Reese vom IKG hat den NRW-Entscheid gewonnen und fährt nun zum Bundesfinale nach Berlin. Foto: Bliesener | © f

Bad Oeynhausen „Brücken verbinden“: Phoebe Reese schafft den Sprung ins Bundesfinale

Junior-Ingenieur-Schülerwettbewerb „Brücken verbinden“: Die 15-jährige Gymnasiastin aus Bad Oeynhausen gewinnt das NRW-Finale in Gelsenkirchen

Nicole Bliesener

Gelsenkirchen/Bad Oeynhausen. Die außergewöhnliche Optik ihrer Dschungelbrücke im Bambus-Stil hat die fünfköpfige Jury überzeugt. Phoebe Reese, 15-jährige Gymnasiastin aus Bad Oeynhausen, gewann am Donnerstag in Gelsenkirchen das NRW-Finale des Junior-Ingenieur-Schülerwettbewerbs „Brücken verbinden". Und das sogar als Einzelkämpferin, denn bei den anderen sieben Finalisten in ihrer Altersklasse gingen Teams an den Start. „Ich hab heute gewonnen", teilte sie der NW in einem kurzen Gespräch direkt nach der Siegerehrung voller Freude mit. Im Finale mussten die Finalisten ihre Modell der Jury präsentieren – mit Hilfe eines fünf- bis zehnminütigen Powerpoint-Vortrags. Anschließend unterzog die Fachjury die Modelle einem Belastungstest. Die Papier-Brücken mussten die Traglast von einem Kilogramm Gewicht aushalten. „Dafür hat die Jury eine Wasserflasche benutzt", erklärt Phoebe Reese. Und Meike Klinck, Sprecherin der NRW-Ingenieurkammer bestätigte: „Phoebes Brücke hätte auch noch mehr ausgehalten." Als Preis gab es Bargeld und ein Ticket nach Berlin, denn nun darf Phoebe Reese Nordrhein-Westfalen beim Bundesfinale vertreten, das am 7. und 8. Juni im Berliner Technikmuseum stattfindet. Phoebe Reese vom Immanuel-Kant-Gymnasium setzte bei ihrer Dschungelbrücke auf Papierrollen. Das Papier hatte sie vorher mit einer Bambusoptik bedruckt, was die Jury beeindruckte. Die aneinander geklebten Rollen verteilten die Tragkraft optimal auf die Brückensäulen. „Brücken verlangen von ihren Erbauern viel, unter anderem besonderes Können in der Tragwerksplanung", sagt Prof. Dipl.-Ing. Balthasar Gehlen, einer der Juroren und selbst Brückenbauer. „Die Schülerinnen und Schüler haben uns mit ihren Modellen gezeigt, wie offen und ideenreich sie diese Herausforderung genommen haben. Auf ihre Kreativität und ihren Experimentierwillen können alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer wirklich stolz sein." In Berlin warten in drei Wochen die Gewinner aus den anderen Bundesländern in der finalen Entscheidung auf die NRW-Sieger. „Die Chancen für unsere Finalisten stehen sicherlich gut", so Gehlen.

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