Vor dem Haupthaus: Corinna Schanz und Henning Bökamp freuen sich über den Baufortschritt. Ab Dienstag wird die vierte Etage aufgestellt. Sie besteht ebenso aus massiven Holzwänden wie das restliche Gebäude. Nur das Treppenhaus ist aus Beton. Fotos: Heidi Froreich - © Heidi Froreich
Vor dem Haupthaus: Corinna Schanz und Henning Bökamp freuen sich über den Baufortschritt. Ab Dienstag wird die vierte Etage aufgestellt. Sie besteht ebenso aus massiven Holzwänden wie das restliche Gebäude. Nur das Treppenhaus ist aus Beton. Fotos: Heidi Froreich | © Heidi Froreich

Bad Oeynhausen Richtfest im Mehrgenerationenhaus am 20.April

An der Weserstraße: Erster Bauabschnitt im Rohbau fertig. Wittekindshof mietet im Gebäude der Johanniter 17 Apartments und richtet dort Internat für 17 Jugendliche mit Behinderung ein

Heidi Froreich

Bad Oeynhausen. Am Dienstag werden noch einmal etwa 20 bis zu 17 Meter lange massive Holzplatten aufgestellt, dann ist der Rohbau für das viergeschossige Hauptgebäude des neuen Mehrgenerationenhauses der Johanniter Unfallhilfe fertig. „Der erste Bauabschnitt ist geschafft", freut sich Architekt Henning Bökamp. „Genau im Zeitplan", lobt Corinna Schanz, für die Öffentlichkeitsarbeit der Johanniter Unfallhilfe zuständig. Am 19. Februar war Baubeginn, drei Wochen später waren bereits 40 Prozent der Holzplatten aufgestellt. Sie ist zuversichtlich, dass es zügig weitergeht und kündigt daher auch gleich den Termin für das Richtfest an: Am 20. April soll auf der Baustelle an der Weserstraße mit geladenen Gästen angestoßen werden. Unter ihnen werden sich sicher auch Vertreter des Wittekindshofes befinden. Die Stiftung hat einen Mietvertrag mit den Johannitern unterzeichnet. „Wir stellen 17 Appartements für 24 junge Bewohner mit Behinderung bereit", erklärt Corinna Schanz. Zusätzlich gibt es eine Gemeinschaftsküche, einen Gruppenraum sowie Lernbereiche für Hauswirtschaft. „Vorbereitung auf ein selbstständiges Leben" nennt Schanz das Ziel des betreuten Wohnens im „Internat". „Das Winterwetter hat uns nicht beeinträchtigt", hebt Bökamp einen besonders positiven Effekt der Massivholzbauweise hervor. Sämtliche Decken und Wandplatten für das Haupthaus konnten nicht nur mit Spezialfahrzeugen angeliefert, sondern auch aufgestellt werden. „Jetzt werden Rohrinstallationen vorbereitet", kündigt Bökamp erste Innenarbeiten an. Nur Treppenhäuser aus Beton Aus Beton bestehen in dem neuen Gebäude nur die beiden Treppenhäuser. Die Bauteile wurden vorgefertigt angeliefert. Noch steht das zweigeschossige Treppenhaus frei auf dem Gelände. Die Verbindung zwischen Treppenhaus und Hauptgebäude bildet den zweiten Bauabschnitt. Dann wird ein weiterer viergeschossiger Holztrakt entstehen. „Im Erdgeschoss entsteht ein 140 Quadratmeter großes Café mit 50 Sitzplätzen, im ersten Geschoss richten wir den roten Saal ein", kündigt Corinna Schanz an. Der etwa 160 Quadratmeter große Raum soll unter anderem für Versammlungen genutzt werden und bietet 199 Gästen Platz. „Der Saal hat Zugang zu einer Dachterrasse", beschreibt Bökamp ein attraktives Detail. Durch Trennwände soll der Saal in drei Räume unterteilt werden, so dass er auch von Vereinen oder kleineren Gruppen oder von Privatpersonen für Familienfeiern genutzt werden kann. Auch ist „Das zweite und dritte Obergeschoss ist für den Wittekindshof reserviert", erläutert Henning Bökamp. Das gilt auch für das Hauptgebäude. Im Erdgeschoss dieses Traktes sind große Teile für die neue eingerichtete Tagespflege reserviert. In der ersten Etage werden unter anderem Büros für Mitarbeiter der Johanniter Unfallhilfe entstehen. Bis zum Jahresende soll das Mehrgenerationenhaus fertig sein. „Das schaffen wir", sind sich Bökamp und Schanz einig.

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